Bund: Lohnverhandlungen in Zeiten von Corona

Bund: Lohnverhandlungen in Zeiten von Corona © Granto | Matthias Humbel, Branchenleiter Öffentliche Verwatung von transfair, mit Bundesrat Ueli Maurer
30.11.2020

Keine generellen Lohnmassnahmen, aber Zeichen der Wertschätzung. Und eine mögliche Ausweitung des Vaterschaftsurlaubes. Das sind die Resultate der Lohnverhandlungen mit Bundesrat Ueli Maurer. Zudem unterzeichnete transfair die sozialpartnerschaftliche Absichtserklärung für die laufende Legislatur.

Am 26. November 2020 traf sich transfair mit Bundesrat Ueli Maurer zur dritten und letzten Runde der Lohnverhandlungen für die Bundesverwaltung. Eine Lohnverhandlung unter besonderen Voraussetzungen: In Rücksprache mit den in der Branchenversammlung vertretenen Mitgliedern hatte transfair bereits im März beschlossen, in diesem Corona-Jahr keine Lohnforderungen zu stellen. Ein Vorgehen, dass auch von den anderen Verbänden so geteilt wurde.
 
Anstelle von Lohnmassnahmen brachte transfair dafür die Forderung ein, den bestehenden Vaterschaftsurlaub von 10 Tagen auf 20 Tage zu verdoppeln und damit also das ursprüngliche Ziel der Volksinitiative, die transfair mitinitiiert hatte, umzusetzen. Der Finanzminister zeigte Gehör für dieses Anliegen. Der Vorschlag von 20 Tagen Vaterschaftsurlaub wird nun dem Gesamtbundesrat vorgelegt. Sollte dieser ebenfalls zustimmen, wäre dies ein grosser Erfolg für transfair und ein wichtiger Schritt für die Bundesverwaltung. Ein Ja des Gesamtbundesrates bedeutet eine merkliche Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Der sozialpartnerschaftliche Weg geht weiter

Die Sozialpartner unterzeichneten zudem die Absichtserklärung für die Legislaturperiode 2020-2023. Darin regeln die Personalverbände und der Bund die Ziele und Leitplanken in den personalrelevanten Themen. transfair hatte bei den Verhandlungen der Inhalte das Gewicht auf die Förderung von Aus- und Weiterbildungen gelegt. Denn dieser Aspekt wird immer wichtiger.
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