Branchenversammlung in Bern

Branchenversammlung in Bern
20.05.2019

Die erste Versammlung der Branche Öffentliche Verwaltung im Jahr 2019 fand am 16. April statt. Neben Aktualitäten aus der Branche standen der Unterstützungsfonds Bundespersonal sowie die Stärkung von transfair durch möglichst viele (neue) Mitglieder im Fokus des Treffens.

transfair Branchenpräsident Oswald Tresch und Branchenleiter Matthias Humbel haben Personalvertreter, Sozialpartnerschaftsbetreuende und Mitarbeitende ins Berner «Haus der Universität» eingeladen, um über aktuelle Entwicklungen zu berichten und sich miteinander auszutauschen. Humbel eröffnete mit dem erfreulichen Resultat der Lohnverhandlungen vom Februar 2019: Die Teuerung wird voll abgedeckt.

Selbstverständlich fordert transfair eine darüberhinausgehende Erhöhung im Jahr 2020. Der Personalverband fasst die Forderung nach einer generellen Lohnerhöhung im Ausmass eines fixen Betrages anstatt einer prozentuellen Steigerung ins Auge. Von einem Fixbetrag profitieren die kleineren Einkommen ebenso wie die grösseren, wohingegen bei einer Erhöhung des Prozentsatzes die höheren Einkommen bevorzugt werden.

Albane Bochatay, Verantwortliche für den ETH-Bereich, berichtete von ebenfalls zufriedenstellenden Lohnverhandlungsresultaten und informierte über die Stellungnahme zur Gesetzesrevision: transfair sieht die geplante Ausweitung befristeter Anstellungsverhältnisse kritisch und weist auf die Wichtigkeit unbefristeter Dienstverträge hin.

Der Rückblick auf die Winter- und Frühlingssessionen des Parlaments durch Matthias Humbel brachte wenig Erfreuliches. Mit dem BAZG wird aus der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) ein neues Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit geschaffen, in dem die Berufe der Zollfachleute und Grenzwächter zusammengelegt werden. Somit sollen auch sämtliche Strukturen der heutigen Abteilungen ZOLL und GWK vereint und deren Mitarbeitende vereidigt, uniformiert und bewaffnet werden. Wenngleich diese Neuerung potenziell zur Steigerung der Effizienz beiträgt, müssen währenddessen die Menschen im Zentrum stehen und eng begleitet werden.

Ein weiteres Thema war Agroscope. Das Forschungszentrum soll in Zukunft aus einem Campus und zwei externen Hubs bestehen. Auch über das Rentenalter der besonderen Personalkategorien, das innerhalb einer Übergangsfrist von zehn Jahren auf 65 angehoben wird, wurde gesprochen. Die EZV stand ein weiteres Mal im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Anwesenden, als über die geplante Aufgabe der Dienstwohnungen bei gleichzeitiger Beibehaltung der Wohnsitzpflicht für Mitarbeitende diskutiert wurde.

Mit Nachdruck möchte transfair an dieser Stelle auf den Unterstützungsfonds Bundespersonal hinweisen: dieser unterstützt Mitarbeitende in finanziellen Schwierigkeiten, wenn sie Mittel benötigen. Der Fonds ist dazu da, um genutzt zu werden.

Gute Nachrichten folgten schliesslich mit der Information, dass Monique Cossali Sauvain und Etienne Bernard die Sitze für transfair im Paritätischen Organ des Bundes verteidigen konnten. Ausserdem sind transfair Mitarbeitende zum Campusfest «Vivapoly» der ETH Lausanne am 23. Mai 2019 eingeladen und werden dort mit einem Stand vertreten sein. Passend hierzu gab Oswald Tresch mit seinen Schlussworten den Anwesenden folgenden Aufruf mit auf den Weg: «Ferienerinnerungen erzählt man gerne der Arbeitskollegin oder dem Arbeitskollegen. Warum nicht auch einmal über transfair schwatzen?»
Einsatzbereiche
Agroscope, BBL, BIT, Bundesamt für Gesundheit, Bundesamt für Statistik, Bundesverwaltung, EDA, EDI, EFD, EJPD, ETH, EZV, Grenzwachtkorps, Mil Sich , PUBLICA, SBFI, SEM, UVEK, VBS, ZIVI