transfair setzt sich für Lohngleichheit ein

transfair setzt sich für Lohngleichheit ein © rawpixel/Pixabay
06.06.2019

transfair nimmt Stellung zur Verordnung zur Lohngleichheitsanalyse. Der Personalverband fordert dabei eine stärkere Vorbildrolle des Bundes und der bundesnahen Betriebe: Die Löhne sollen bereits ab einem Bestand von 50 Mitarbeitenden kontrolliert werden und der Schwellenwert für Lohndiskriminierung von heute fünf auf drei Prozent gesenkt werden.

Die Ende 2018 vom Parlament verabschiedete Revision des Gleichstellungsgesetzes (GlG) verlangt, dass Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden alle vier Jahre ihre Löhne auf diskriminierende Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern analysieren müssen.

Ein wichtiger, wenn auch kein grosser Schritt. Die statistischen Modelle zur Lohngleichheitsanalyse würden es nämlich zulassen, bereits bei deutlich kleineren Unternehmen Analysen durchzuführen. Zu diesem Schritt fehlte dem Parlament zum Schluss der Mut.

Die Verordnung zum GlG regelt die Verpflichtung des Bundes, seine Löhne ebenfalls zu analysieren – was dieser mit den Personalverbänden bereits 2010 vereinbart und inzwischen zweimal durchgeführt hat. Der Bund soll hier auch weiterhin eine Vorbildrolle wahrnehmen.

transfair genügt das aber nicht. Im Rahmen der Konsultation zur Verordnung zum GlG hat der Personalverband in seiner Stellungnahme zusätzliche Forderungen gestellt: Der Bund, und zwar die zentrale Bundesverwaltung, die dezentralen Verwaltungseinheiten und die bundesnahen Betriebe gleichermassen, sollen ihre Vorbildrolle auch aktiv wahrnehmen. Dies bedeutet aus Sicht des Personalverbandes, dass im gesamten öffentlich-rechtlichen Sektor des Bundes ein Bestand von 50 Mitarbeitenden als Grenze für die Lohnanalyse gelten müsste.

Zudem soll der Schwellenwert, ab dem von einer Lohndiskriminierung gesprochen wird, von heute fünf Prozent Lohnunterschied auf neu drei Prozent gesenkt werden. Die statistischen Modelle ermöglichen auch so exakte Resultate. Es gibt deshalb keinen Grund, höhere Schwellenwerte beizubehalten.

Stellungnahme zur Verordnung über die Überprüfung der Lohngleichheitsanalyse - Mai 2019
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Vereinbarkeit Beruf und Familie, Service Public, Politik