transfair macht sich für Care-Arbeit stark

transfair macht sich für Care-Arbeit stark © Syda Productions / Fotolia
25.10.2016
Anlässlich der Lancierung der Website info-workcare.ch hat Travail.Suisse heute eine Fachtagung zum Thema Work and Care veranstaltet. Unter den Referenten war transfair Präsident Stefan Müller-Altermatt. Er hat im Parlament zwei Vorstösse zum Thema Work and Care eingereicht, denn er ist überzeugt: «Die für den Betreuungsbedürftigen angenehmste und für die Allgemeinheit kostengünstigste Variante der Betreuung ist jene durch die Angehörigen.»

Motion «Care-Arbeit und Arbeitsanforderungen vereinbaren»

Die Umsetzung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (AVIG) soll so ausgestaltet sein, dass sie kompatibel ist mit Care-Arbeit, die zugunsten von Angehörigen geleistet wird. Dazu muss unter anderem die Bestimmung der «zumutbaren Arbeit» unter die Lupe genommen werden. Denn unabhängig davon, ob eine Person Care-Arbeit leistet oder nicht, wird ein täglicher Arbeitsweg von vier Stunden als zumutbar für die Vermittlung einer neuen Arbeitsstelle festgelegt. Diese Definition ist im Sinne der Care-Arbeit zu flexibilisieren. > mehr Infos

Postulat «Angemessene BVG-Deckung für Personen, welche Care-Arbeit leisten»

Die Care-Arbeit erfordert in vielen Fällen eine Reduktion des Arbeitspensums. Wer aber das eigene Arbeitspensum reduziert, verzichtet nicht nur auf Lohn, sondern auch auf Beiträge für die berufliche Vorsorge. Dieser Ausfall in der Vorsorge ist oftmals ein Grund, weshalb man davon absieht, die Pflege selber zu übernehmen und sie stattdessen den öffentlichen Institutionen anvertraut. Unter dem Strich resultieren für die Allgemeinheit höhere Kosten und für die Pflegebedürftigen der Verlust der Nähe zu den Angehörigen. Darum soll der Bundesrat in einem Bericht aufzeigen, wie für Personen, die Care-Arbeit leisten, eine angemessene BVG-Deckung aufrechterhalten werden kann. > mehr Infos
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