transfair Kongress im Zeichen des Service Publics

transfair Kongress im Zeichen des Service Publics © transfair
25.05.2018

Der diesjährige transfair Kongress fand am 25. Mai 2018 in Bern statt. Die Anwesenden haben unter anderem die neue Strategie des Personalverbands und eine gewichtige Resolution, die sich auf den Erhalt des Service Publics in den Randregionen fokussiert, verabschiedet.

Nach dem Grusswort von Stefan Müller-Altermatt, Präsident von transfair und Nationalrat, widmeten sich die Anwesenden den Resolutionen der Branchen und jener von transfair.
 
Resolutionen 2018
Albane Bochatay, wissenschaftliche Mitarbeiterin, präsentierte für 2018 eine neue Resolution: Trotz erfolgreicher Lohnabschlüsse, spürt das Personal diesen Effekt aufgrund der immer höher werdenden Krankenkassenprämien nicht im Geldbeutel. Die entsprechende Resolution fordert, dass die Erhöhung der Krankenkassenprämien als Parameter in die Lohnverhandlungen mit einbezogen werden sollen.
 
Auch die Branche Communication verabschiedet eine neue Resolution für 2018. Mit «Stopp dem massiven Personalabbau bei Swisscom» will transfair erreichen, dass der Bundesrat die für Swisscom definierten Ziele überdenkt. Denn, dass diese teilweise zu einem massivem Personalabbau führen, geht nicht an.
 
Die Resolutionen der Branchen Öffentliche Verwaltung und Öffentlicher Verkehr, die 2017 verabschiedet wurden, haben noch immer Gültigkeit und laufen entsprechend weiter.
 
Die transfair Resolution, die ebenfalls einstimmig angenommen wurde, widmet sich einer Problematik, die in allen Branchen festzustellen ist: Der Abzug von Arbeitsplätzen aus den Randregionen, was eine Zentralisierung der Arbeitsplätze in den stärker bevölkerten Regionen bedeutet. Mit seiner Resolution will transfair dem Abzug von Arbeitsplätzen und Dienstleistungen, wie beispielsweise Schaltern von PostFinance oder den SBB, Einhalt gebieten.
 
Dank der neuen Strategie gut gewappnet in die Zukunft
Nach einem Strategieworkshop, dem Einbezug der Basis und diverser Überarbeitungsrunden, wird die von Stefan Müller-Altermatt präsentierte neue Strategie 2018-2022 von transfair einstimmig genehmigt. Mit der neuen Strategie stärkt transfair seine bestehenden Werte und legt den Zukunftsweg eindeutig fest.

Arbeiten in Würde – in Zentralamerika und der digitalisierten Schweiz
Andreas Jahn, Kommunikationsleiter von Brücke • Le pont, erzählte in seinem Referat über die verschiedenen Projekte des Hilfswerks von transfair. Er erläuterte eindrücklich, welch grossen Unterschied der Einsatz für «Arbeiten in würde» mache und wie dankbar Brücke • Le pont für die immerwährende Unterstützung sei.
 
Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit des seco, erläuterte in seiner Präsentation, weshalb der technologische Fortschritt der einzige nachhaltige Treiber des Wirtschaftswachstums sei und lüftete das Geheimnis des wirtschaftlichen Erfolgs der Schweiz.
 
Wahlen 2018
Bevor ein spannender und von regem Austausch geprägter Kongress zu Ende ging, fanden die diesjährigen Wahlen statt. Ursula Bürgi wurde für die Branche Öffentliche Verwaltung erneut einstimmig in den Vorstand gewählt. Sie ist bereits seit 15 Jahren Mitglied von transfair und seit 2014 ein wertvolles Vorstandsmitglied.

Auch die Geschäftsprüfungskommission, die jeweils die Jahresrechnung von transfair kontrolliert, ist wieder vollständig: Karin Posch, Leiterin Ressourcen des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen, wurde einstimmig gewählt.