Ja zum Service public – Nein zu No Billag!

Ja zum Service public – Nein zu No Billag! © 2018 Nein zu No Billag!
30.01.2018

An der heutigen Medienkonferenz haben transfair und Travail.Suisse das Positionspapier «Ein starker Service public: Grundlage der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklung der Schweiz» präsentiert. Der Service Public, der als Rückgrat der Schweiz gilt, muss gestärkt werden. Deshalb sprechen sich transfair und Travail.Suisse auch klar für ein NEIN zur «No-Billag-Initiative» aus.

Der Service public spielt eine grundlegende Rolle für eine erfolgreiche Wirtschaft, den Erhalt des sozialen Zusammenhalts und die Weiterentwicklung der Lebensqualität aller. Da sich die Bedürfnisse und Rahmenbedingungen andauernd ändern, gilt es den Leistungsumfang periodisch zu überprüfen und wo nötig anzupassen. Damit der geografische, wirtschaftliche und soziale Zusammenhalt der Schweiz gewährleistet und so ein moderner Service public gefördert werden kann, stehen für Travail.Suisse und transfair folgende Forderungen im Fokus:
  • Keine Privatisierungs-Risiken eingehen: Privatisierung ist nur dort akzeptabel, wo keine Risiken für das Angebot entstehen.
  • «Care Economy» als neue Service public-Leistung: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss durch ein staatliches Angebot an Betreuungseinrichtungen für Kindern im Vorschul- und Schulalter verbessert werden. Zudem müssen die Menschen, die Angehörige pflegen und betreuen, entlastet werden.

Fortschrittliche Arbeitsbedingungen = fortschrittlicher Service public
Das gilt auch für die Dienstleistungen im Bereich öffentlicher Verkehr, öffentliche Verwaltung, Logistik, Kommunikation. Um die bestehend hohe Qualität der Grundversorgung gewährleisten zu können, braucht es fortschrittliche Arbeitsbedingungen, die im Einklang mit den technologischen Entwicklungen und den Gegebenheiten auf dem Arbeitsmarkt stehen. Swisscom geht mit gutem Beispiel voran, findet transfair Präsident, Stefan Müller-Altermatt: «Swisscom nimmt mit ihrem neuen GAV eine zukunftsweisende Rolle ein!» Sie nimmt ihre Verantwortung als Arbeitgeberin wahr und trägt mit der Erhöhung des Vaterschafts- und Mutterschaftsurlaubs, klaren Regeln zur Erreichbarkeit während der Freizeit und den Ferien sowie verbindlich festgehaltenem Rechtsanspruch auf fünf Weiterbildungstage pro Jahr zur besseren Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf bei und fördert ihre Mitarbeitenden und deren Arbeitsmarktfähigkeit.

Nein zur «No-Billag-Initiative»
Zu einem starken Service public gehört auch eine unabhängige, neutrale Medienberichterstattung: Mit einem Leistungsauftrag versehene öffentlich-rechtliche Medien sind die Grundlage einer funktionierenden Demokratie. transfair erachtet die «No-Billag»-Initiative als ausserordentlich gefährlich, da sie die Kernwerte der Demokratie untergräbt und die Medienvielfalt gefährdet. Als Personalverband, der sich dem Service public verschrieben hat, ist es transfair wichtig, dass Informationen barrierefrei und in allen Sprachen zur Verfügung gestellt werden. Deshalb sagt transfair klar NEIN zur «No-Billag»-Initiative und ruft dazu auf, am 4. März 2018 ein NEIN in die Urne zu legen.