Bundesrat schlägt zeitgemässe Verbesserungen bei Familienzulagen vor

Bundesrat schlägt zeitgemässe Verbesserungen bei Familienzulagen vor © carballo/fotolia
22.11.2017

Heute hat der Bundesrat einen Vorschlag gemacht, wie verschiedene Lücken bei den Familienzulagen geschlossen werden können. So sollen insbesondere Ausbildungszulagen neu ab Ausbildungsbeginn und nicht erst ab dem 16. Altersjahr ausbezahlt werden. Ein voller Erfolg für transfair, denn damit setzt der Bundesrat eine parlamentarische Initiative von Stefan Müller-Altermatt, Präsident des Personalverbands, um.

Die Anpassung der Ausbildungszulagen ist dringend notwendig, denn heute sind viele Jugendliche aufgrund des früheren Schulbeginns am Anfang ihrer Ausbildung noch nicht 16-jährig. Gerade in der Zeit, in der die nachobligatorische Ausbildung beginnt, fallen für die Familien oft Zusatzkosten an. Deshalb sollen alle Familien, die sich in einer solchen Situation befinden, Anspruch auf Ausbildungszulagen haben. Nach dem Parlament hat nun auch der Bundesrat die parlamentarische Initiative Müller-Altermatt umgesetzt.
 
Der Vorstoss vom Präsidenten des Personalverbands transfair machte auf den bestehenden Missstand aufmerksam und führt nun dazu, dass die Ungleichbehandlung aufgrund des Geburtsdatums beendet wird und die Familien keinen finanziellen Verlust mehr zu tragen haben. Auch der seltsam anmutende Umstand wird bereinigt, dass das Ende der Zahlung von Ausbildungsbeiträgen an das Ausbildungsende gekoppelt ist, der Beginn der Zahlungen hingegen an den Geburtstag.
 
Stefan Müller-Altermatt begrüsst die Richtung, die der Bundesrat einschlägt: «Ich freue mich über den Entscheid des Bundesrates und hoffe, dass das Paket nun auch in diesem Rahmen schnell umgesetzt wird.» transfair fordert nun alle Vernehmlassungsteilnehmenden auf, dem Vorschlag des Bundesrates zu folgen.