Aktives transfair Präsidium während der Sommersession 2018

Aktives transfair Präsidium während der Sommersession 2018 © Parlamentsdienste 3003 Bern
05.07.2018

An seinem Kongress im Mai 2018 hatte der Personalverband transfair gewichtige Resolutionen verabschiedet. Stefan Müller-Altermatt, Präsident, und Thomas Ammann, Vize-Präsident, haben sich deren Inhalte angenommen und während der Sommersession Interpellationen und Motionen zu diesen Themen eingereicht.

Den Service Public ins Zentrum gerückt
Die transfair Resolution widmet sich einer Problematik, die der Personalverband in allen Branchen feststellt: Eine Zentralisierung der Arbeitsplätze in den stärker bevölkerten Regionen, was einen Abzug von Arbeitsplätzen und Dienstleistungen aus den Randregionen bedeutet. Mit seiner Resolution will transfair diesem Missstand entgegentreten. Denn der Zugang zu Infrastruktur und zum Service Public ist für die Wirtschaft, die Standortattraktivität und die Existenz der Randregionen absolut zentral.
 
In diesem Sinne ersucht Stefan Müller-Altermatt mit seinem Posulat «Arbeitsplätze und Zugangspunkte des Service-public in den Randregionen» den Bundesrat unter anderem in einem Bericht aufzuzeigen, welche Möglichkeiten bestehen, durch die bundesnahe Betriebe Arbeitsplätze in den Randregionen zu schaffen.
 
Eignerstrategie von Swisscom muss überdenkt werden
Swisscom bewegt sich in einem Umfeld, das von einem steten technologischen Wandel und von einem immer aggressiveren Wettbewerb geprägt ist. Dies wirkt sich auch auf das Personal aus: Seit den letzten acht Jahren gehören Umstrukturierungen und Neuausrichtungen zum täglich Brot. Hier fordert transfair in seiner Branchenresolution den Bundesrat als Eigner von Swisscom dazu auf, sich bewusst zu werden, welche Auswirkungen die Festlegung der strategischen Ziele auf die Mitarbeitenden und auf Swisscom als Arbeitgeber hat.
 
Mit deiner Interpellation «Strategische Ziele der Swisscom in Zeiten von Outsourcing und digitaler Transformation» stellt transfair Präsident dem Bundesrat unter anderem die Frage, ob er die Auffassung, dass das strategische Ziel, den Unternehmenswert zu steigern, nicht einfach dadurch erreicht werden darf, dass Personal abgebaut wird und somit Kompetenzen verschwinden teile oder nicht.
 
Arbeitsmarktfähig bleiben – auch in der digitalisierten Arbeitswelt
Mit dem Postulat «Konzept zur durchgehenden Qualifizierung im Bereich der Digitalisierung» verleiht Stefan Müller-Altermatt einem wichtigen Kernanliegen von transfair Gehör. In der digitalisierten Arbeitswelt ist das «Lebenslange Lernen» wichtiger denn je. Doch damit dies gelingt, müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen. Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht zu präsentieren, der unter anderem aufzeigen soll, wie er die Arbeitsmarktfähigkeit der Schulabgänger*innen und der Arbeitnehmenden sicherstellen will.
 
Weitere wichtige parlamentarische Geschäfte von transfair
Außerdem hat in der Sommersession 2018 der Vizepräsident von transfair, Thomas Ammann, drei Interpellationen lanciert. In der ersten Interpellation, «Qualitätssicherung für Postagenturen» fragt er den Bundesrat, ob er einen Handlungsbedarf bei der Qualitätssicherung für die Postagenturen sieht.
 
Mit der Interpellation «Staatsbetrieb SBB subventioniert Hochschulen» beauftragt er den Bundesrat, die mit jährlichen Unterstützungszahlungen von einer Million Schweizer Franken Quersubventionierung der SBB für die Zürcher ETH in Frage zu stellen. Unter anderem möchte er wissen, wie der Bundesrat diese Zahlungen angesichts der bestehenden hohen Verschuldung der SBB und angesichts der desperaten Finanzsituation von SBB Cargo beurteilt.
 
In seiner dritten Interpellation «WLAN-Verbindungen in SBB-Zügen» will er vom Bundesrat wissen, ob dieser die Auffassung teilt, dass eine Erschließung mit WLAN eine wesentliche Attraktivitätssteigerung des ÖV darstellt, und ob er bereit wäre, diese Erschließung in die strategischen Leistungsziele aufzunehmen.
Einsatzbereiche
Service Public, Politik