transfair hält an den allgemeinen Lohnforderungen fest!

transfair hält an den allgemeinen Lohnforderungen fest! © transfair
18.12.2017

Die neuen Technologien und die Digitalisierung zwingen den Service Public dazu, seine Arbeitsmethoden und seine Personalpolitik anzupassen. Die öffentlichen Unternehmen sehen sich in der Pflicht, sich neu zu organisieren. transfair setzt sich dafür ein, dass dieser Wandel nicht zum Nachteil der Arbeitnehmenden geht und besteht auf fairen Arbeitsbedingungen und angemessenen Löhnen.

transfair zeigt deutlich seinen Willen, während der Verhandlungen dieses Winters schrittweise allgemeine Lohnmassnahmen zu erreichen. Immer individuellere Massnahmen sollen nicht zur Regel werden. Im Lohnwinter wird insbesondere die Situation der Pensionskassen hervorgehoben. transfair ist der Ansicht, dass die Pensionskassenproblematik und die Lohnfrage nicht miteinander verknüpft werden dürfen; die Sozialpartner tendieren dazu, dies hin und wieder zu tun.  Der Vorschlag des Bundesrates, die Abfederungsmassnahmen für die Pensionskassen an den Verzicht auf Lohnmassnahmen in der Bundesverwaltung zu binden, kommt einer Sünde gleich. transfair kämpft gegen solche Verfahrensweisen und ist der Meinung, dass die Lohnsituation separat betrachtet werden soll, damit die Arbeitnehmenden nicht unter den negativen Folgen der mangelnden Sparkapitalien leiden. In den Verhandlungen fordert transfair generell, dass die Lohnmassnahmen die Teuerung 2017 und den Einfluss der Krankenkassenprämienerhöhungen kompensieren.

Die Produktivitätssteigerung rechtfertigt allgemeine Lohnerhöhungen
Seit 2014 gab es bei Swisscom keine allgemeine Lohnerhöhung, sondern nur individuelle Massnahmen. Unter Berücksichtigung des ausgezeichneten, und im Vergleich zu 2016 stabilen Umsatzes 2017, fordert transfair, dass das Unternehmen die Mitarbeitenden mittels einer allgemeinen Massnahme am Produktivitätsgewinn teilhaben lässt. transfair spielt mit offenen Karten und fordert für 2018 eine allgemeine Lohnerhöhung von 1,2 Prozent mit einem noch festzulegenden individuellen Anteil. Es darf daran erinnert werden, dass Swisscom bis 2020 300 Millionen Franken einsparen muss und dass seit 2015 entsprechende Umstrukturierungen mit umfangreichen Arbeitsplatzstreichungen im Gang sind. In diesem Zusammenhang scheint es nicht übertrieben, den Mitarbeitenden mittels einer allgemeinen Massnahme Wertschätzung entgegenzubringen.
 
Vor dem Hintergrund der geplanten Umstrukturierungen bei Swisscom besteht transfair ausserdem darauf, dass verschiedene Massnahmen ergriffen oder entwickelt werden sollen, was insbesondere die Aus- und Weiterbildung und die Arbeitsmarktfähigkeit der Mitarbeitenden betrifft. Dies damit das Personal angesichts der veränderten Arbeitsmethoden, vor allem aufgrund der Digitalisierung, nicht auf der Strecke bleibt.
 
Nach einer Verlängerung läuft der Swisscom Gesamtarbeitsvertrag (GAV) per Ende 2017 aus. transfair hat den neuen GAV verhandelt, der 2018 in Kraft tritt. Die Resultate sind noch vertraulich. Der Personalverband ist allerdings der Auffassung, dass die Verhandlungen erfolgreich waren. transfair wird  Anfang 2018 weiter informieren.