Swisscom: Das Outsourcen geht weiter

Swisscom: Das Outsourcen geht weiter © Swisscom
09.07.2020

Der Personalverband transfair hat mit grosser Sorge zur Kenntnis genommen, dass der DevOps-Sektor von Swisscom weiter ausgelagert wird.

Nach Rotterdam ist nun die Stadt Riga von der Outsourcing-Strategie von Swisscom betroffen. Als Rechtfertigung dieser Strategie werden zwei Gründe angeführt:
  1. Der Mangel an Software Engineering-Spezialisten in der Schweiz
  2. Die wachsende Nachfrage auf dem Markt und das Bestreben von Swisscom, wettbewerbsfähig zu bleiben
Diese Strategie erfüllt transfair mit Sorge: Es wird der einfache Weg gewählt und Arbeitsplätze im Ausland werden Arbeitsplätzen in der Schweiz vorgezogen. Swisscom wird beweisen müssen, dass diese Entscheidung in der Tat bestehende Arbeitsplätze in der Schweiz erhalten und neue schaffen wird und dass durch die Strategie Aktivitäten wiedereingegliedert werden, die derzeit von externen Dienstleistern übernommen werden. Wenn es in der Schweiz einen Mangel an Software Engineers gibt, wird diese Outsourcing-Politik keinen Anreiz für die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte darstellen.

Des Weiteren ist unklar, ob diese Politik in Zukunft nicht auch auf andere Unternehmenssektoren übertragen oder zur Entwicklung neuer Produkte eingesetzt werden könnte. Das Personal muss nicht systematisch den Preis für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und der Kostenkontrolle tragen.

transfair wird den Prozess dieser Auslagerung aufmerksam beobachten und wird überprüfen, wie es um die Arbeitsplätze in der Schweiz steht.
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