Kostenreduktion und Auslagerungen sind keine richtige Strategie!

Kostenreduktion und Auslagerungen sind keine richtige Strategie! © AdobeStock/designer491
19.06.2019

Am letzten Kongress haben die Mitglieder von transfair die Resolution der Branche Communication mit Nachdruck und Überzeugung unterstützt. Diese kritische Resolution legt den Schwerpunkt insbesondere auf die Tatsache, dass Swisscom weiterhin hauptsächlich Kostensenkungen anstrebt und dies praktisch zum Leitmotiv erhebt.

Gewiss ist der Konkurrenzkampf hart, die Technologien entwickeln sich stetig und das Kundenverhalten ändert sich. Es ist legitim, die Kosten im Griff haben zu wollen. Der Wille zur Kostensenkung einerseits und das Streben nach der Entwicklung neuer Technologien und dem Erschliessen neuer Märkte andererseits führen jedoch zu einem Ungleichgewicht. Um das Ziel zu erreichen zählt das Unternehmen auf vereinfachte Arbeitsabläufe und auf weitergehende Reorganisationen und Auslagerungen.
 
Langfristig kann die stete Kostensenkung keine Strategie sein. Die Swisscom Mitarbeitenden dürfen zu Recht einen positiven, ambitionierten und perspektivenreichen Diskurs erwarten.
 
Keine Auslagerung
Seit Jahren hat Swisscom in verschiedenem Ausmass Bereiche oder Einheiten ausgelagert. Für transfair darf die Auslagerung von Einheiten oder Teilbereichen nicht der bequeme Weg zur Kostensenkung werden. Dies führt zwangsläufig zu:
  • Verschlechterung der Anstellungsbedingungen
  • Lohnsenkungen
  • Absenkung des Qualitätsniveaus
  • Verlust der Kontrolle über einen Tätigkeitsbereich oder Verlust der Steuerbarkeit eines Teils der Produktionskette
 
transfair stellt folgende Forderungen an Swisscom:
  1. Dem Stellenabbau soll Einhalt geboten werden.
  2. Swisscom soll dem Personal gegenüber eine engagierte, positive und ambitionierte Botschaft vermitteln, die auf einer klaren Strategie beruht.
  3. Swisscom soll nicht mehr den bequemen Weg der Auslagerungen wählen.

> Resolution von transfair in voller Länge
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