Entwicklung oder Abschottung: Swisscom muss sich entscheiden!

Entwicklung oder Abschottung: Swisscom muss sich entscheiden! © Swisscom
07.02.2019

Der Personalverband transfair stellt fest, dass die Unternehmensleitung auch für 2019 hauptsächlich Kostensenkungen anstrebt. Um dieses Ziel zu erreichen, zählt Swisscom auf weitergehende Reorganisationen und vereinfachte Arbeitsabläufe. Für transfair ist klar, dass nicht auf dem Rücken des Personals gespart werden darf.

Die Herausforderungen der Branchenentwicklung, die neuen Verbrauchergewohnheiten sowie niedrigere Erträge in den neuen Bereichen mögen diesen Willen des Unternehmens erklären. Das Personal ist sich dessen bewusst, aber das Gefühl von Unsicherheit wird dadurch genährt, dass kein Bereich ausgenommen bleibt. Gewiss werden vorzeitige Pensionierungen, natürliche Fluktuationen, Massnahmen des Sozialplans und Bestimmungen des neuen GAV die Auswirkungen dieser Umstrukturierungen dämpfen. Langfristig kann die stete Kostensenkung jedoch keine Strategie sein. Die Swisscom Mitarbeitenden sind ständigem Druck ausgesetzt und dürfen zu Recht einen positiven, ambitionierten und perspektivenreichen Diskurs erwarten.
 
Keine Auslagerung
Es ist ein Ungleichgewicht entstanden, einerseits durch den Willen zur Kostensenkung und andererseits durch das Streben nach der Entwicklung neuer Technologien und dem Erschliessen neuer Märkte. transfair steht dieser Situation kritisch gegenüber. Die demographische Struktur des Unternehmens – die Hälfte des Personals ist über 50 Jahre alt – macht die Situation noch komplizierter. Aus der Sicht von transfair darf die Lösung keinesfalls in der Auslagerung oder der Auftragsvergabe von Unternehmensbereichen an Subunternehmen liegen. Hiermit würde noch mehr auf dem Rücken des Personals gespart und die Arbeitsbedingungen würden sich weiter verschlechtern. Es braucht eine klare Strategie!
 
Verwaltungsratskandidatin von transfair
Anlässlich der nächsten Swisscom Generalversammlung wird transfair Sandra Lathion als neues Mitglied im Verwaltungsrat und Arbeitnehmendenvertreterin, als Nachfolgerin von Valérie Berset Bircher, vorschlagen. Letztere wurde zur Leiterin für internationale Arbeitsfragen beim SECO ernannt. transfair dankt Valérie Berset Bircher für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre hervorragende Arbeit. Sandra Lathion wird dem Personal im Verwaltungsrat Gehör verschaffen. transfair freut sich auf die Zusammenarbeit und wünscht ihr viel Erfolg bei ihrer neuen Aufgabe.
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