Donnerstag 19. Mai 2011 09:23 Alter: 365 days

Personalverband transfair trifft den Chef GWK, Brigadier Jürg Noth

Rubrik: Öffentliche Verwaltung, National, News

 

Eine Delegation von transfair hat Jürg Noth Chef des GWK getroffen, um mit ihm wichtige personalpolitische Themen zu erörtern.

Chef GWK, Brigadier Jürg Noth (rechts) mit den transfair Vertretern Danilo Reuse und Morena Carelle

Am Treffen wurden die nachfolgenden personalpolitischen Fragen besprochen:

 

1.       Vorruhestandsregelung

Die Regelung ist seit Anfang letzten Jahres unter Beschuss. Nun ist eine Arbeitsgruppe gegründet worden, bestehend aus Vertretern des EPA, der EZV und des VBS, in der geprüft werden soll, wie die Vorruhestandsreglung in Zukunft aussehen kann. Der Chef GWK hat sich einmal mehr klar für die Beibehaltung der Vorruhestandsregelung ausgesprochen und darauf hingewiesen, dass die Regelung für die Grenzwächter absolut gerechtfertigt ist. Im Herbst wird die Arbeitsgruppe der Departementsvorsteherin Frau Widmer-Schlumpf einen abschliessenden Bericht vorlegen. Dann wird die Politik entscheiden.

2.       Leistungsprämien 2011

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, stehen die Chancen gut, dass die Mitarbeitenden des GWK dieses Jahr die verdienten Leistungsprämien erhalten werden. Bundesrätin Widmer-Schlumpf ist sich der Wichtigkeit einer guten und leistungsfähigen Grenzwache bewusst und hat gegenüber dem Kommandanten des GWK signalisiert, dass sie sich einsetzen wird, damit genügend finanzielle Reserven gebildet werden um Prämien ausbezahlen zu können.

 

3.       Unterbestand Region VI

In Genf sind 340 Stellen autorisiert. 308 davon können mit Mitarbeitenden aus der Romandie besetzt werden. Rund 30 Stellen werden mit Deutschschweizer Grenzwächtern besetzt und rund 10 Stellen werden im Rahmen von Verstärkungseinsätzen mit Grenzwächtern aus dem Tessin besetzt. Langfristiges Ziel vom Chef des GWK ist, dass die Region VI über so viele ausgebildete Grenzwächter verfügt, dass der ganze Stellenbestand durch welsche Grenzwächter besetzt werden kann, auch bei Verstärkungseinsätzen. Nebst der Region VI will Noth auch im Wallis (St. Gingolph) die Anzahl der welschen Grenzwächter verstärken.

 

4.       Arbeitsbedingungen Aéroport Genève

transfair hat beim GWK immer wieder moniert, dass die Arbeitsbedingungen am Flughafen Genf für die Mitarbeitenden schlecht sind. Nun liegt ein offizieller Bericht des seco vor, der dies schwarz auf weiss bestätigt. Brigadier Noth hat transfair versichert, dass zusammen mit dem Flughafenbetreiber vor Ort eine Arbeitsgruppe installiert worden ist um das Problem zu lösen. Es geht einerseits um Lösungen des Mikroarbeitsklimas und andererseits um längerfristige, bauliche Verbesserungsmassnahmen.  Vor Ort werden unter anderem eine Optimierung der Büroräumlichkeiten und eine besser Benutzung der Cafeteria angestrebt. Die baulichen Massnahmen werden jedoch mehr Zeit und Kosten in Anspruch nehmen und sind erst mittelfristig umsetzbar. transfair wird die Entwicklung wachsam verfolgen.

 

5.       Finanzielle Abgeltung bei Verstärkungseinsätzen Region VI

Auf Intervention von transfair wird nun überprüft ob die Grenzwächter, die in der Region VI an Verstärkungseinsätzen beteiligt waren, die korrekte finanzielle Abgeltung erhalten haben. 

 

6.       Namensschilder

Erneut hat der Dienstbefehl „Namensschilder“ Anlass zur Diskussion gegeben, da er nicht korrekt gehandhabt wird. Der Chef GWK betonte ein weiteres Mal, dass die Umsetzung dem Gruppenchef vor Ort obliegt. Die Kriterien unter welchen eine Ausnahme zur Tragung der Namenschilder gemacht werden kann, sind abschliessend umschrieben. Die Führungsverantwortung muss vor Ort und situationsgerecht vorgenommen werden.

 

7.       Qualität der Uniform mangelhaft

Auch das Problem der Qualitätsmängel der neuen Uniform ist bekannt. Hier hat der Chef GWK zugesichert, dass man die Mängel am Beheben ist. Insbesondere wurde zusätzliche Thermokleidung verteilt. transfair findet es jedoch nach wie vor bedenklich, und hat dies auch gegenüber Jürg Noth geäussert, dass Kleidung die von der Schweizer Grenzwache getragen wird und hohen Qualitätsansprüchen genügen muss, nach wie vor in Billigländern produziert wird.

 

8.       Region IV: Rückwirkende Abgeltung Nacht- und Sonntagszulagen

In der Region IV wurden die Nacht- und Sonntagszulagen während den Jahren 09/10 nicht korrekt abgerechnet. Dank Intervention von transfair wurden die Beiträge den Mitarbeitenden nun rückwirkend ausbezahlt. transfair wird nun beim A6 den Antrag stellen, dass auch ehemalige Mitarbeitende (Pensionierte) die während dieser Zeit in der Region IV gearbeitet haben, die Zulagen rückwirkend korrekt ausbezahlt bekommen.


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