Mittwoch 07. September 2011 09:55 Alter: 254 days

Gutes Ergebnis der SBB, für Euphorie besteht aber weiterhin kein Grund

Rubrik: Öffentlicher Verkehr, National, Medienmitteilung, News

 

Die SBB präsentiert für das erste Halbjahr 2011 erfreuliche Zahlen. Der Gewinn kann mit 166.5 Millionen Franken auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Die Anzahl Reisende, die tagtäglich mit der SBB unterwegs sind steigt ein weiteres Mal an. Das Ergebnis ist positiv, darf aber nicht zur Euphorie verleiten. Infrastruktur und Rollmaterial verursachen immense Kosten. Die Sanierung der Pensionskasse ist noch lange nicht abgeschlossen. Und auch das Personal verdient endlich einmal wieder ein Zeichen der Wertschätzung in Form einer angemessenen Lohnerhöhung.

© SBB AG

Die SBB präsentiert für das erste Halbjahr 2011 erfreuliche Zahlen. Der Gewinn kann mit 166.5 Millionen Franken auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Die Anzahl Reisende, die tagtäglich mit der SBB unterwegs sind steigt ein weiteres Mal an. Das Ergebnis ist positiv, darf aber nicht zur Euphorie verleiten. Infrastruktur und Rollmaterial verursachen immense Kosten. Die Sanierung der Pensionskasse ist noch lange nicht abgeschlossen. Und auch das Personal verdient endlich einmal wieder ein Zeichen der Wertschätzung in Form einer angemessenen Lohnerhöhung.

 

Die SBB steigert ihre Effizienz ein weiteres Mal. 91.6 Prozent der Züge erreichten im ersten Halbjahr 2011 ihr Ziel pünktlich, in 97.8 Prozent aller Fälle konnten alle Anschlüsse garantiert werden. Die Kunden wissen dies zu schätzen: Die Anzahl zurückgelegter Personenkilometer steigt weiter an, ebenso die Anzahl verkaufter GA und Halbtax-Abonnements. Dieser Effort widerspiegelt sich in den heute präsentierten Zahlen zum Halbjahresabschluss. Der Gewinn der SBB bleibt – auch dank Sondereffekten – mit 166.5 Millionen Franken auf dem Vorjahresniveau.

 

transfair ist froh über das positive Konzernergebnis. Der Personalverband kann die Verteufelung der Gewinne im Fernverkehr in der Preisdiskussion der letzten Wochen nicht nachvollziehen. „Gewinne im Fernverkehr sind unabdingbar“, stellt Hanspeter Hofer, Branchenleiter öffentlicher Verkehr klar, „wie soll sonst die SBB die anstehenden Milliardeninvestitionen in die Infrastruktur und für die Rollmaterialbeschaffung bewältigen?“

 

Auch die Sanierung der Pensionskasse sowie der Unterhalt der Anlagen und Fahrzeuge müssen finanziert werden. Und schliesslich muss auch das Personal in den Genuss einer angemessenen, nachhaltigen Lohnerhöhung kommen, denn ohne seine Produktivitätssteigerungen wäre das gute Ergebnis gar nicht erst möglich geworden. Zudem erwartet transfair von der SBB, dass die Effizienzsteigerungsmassnahmen sozialverträglich und im gemeinsamen Dialog umgesetzt werden.

 


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