Treffen der Personalverbände mit Bundesrätin Sommaruga
Gestern fand mit Bundesrätin Sommaruga, der Direktion BFM und den Personalverbänden eine Besprechung zur Situation im Bundesamt für Migration statt. transfair konnte der Bundesrätin eine anonymisierte Zusammenfassung sämtlicher Rückmeldungen der Mitarbeitenden überreichen und im persönlichen Gespräch eingehend erläutern.

Frau Bundesrätin Sommaruga mit Alard du Bois-Reymond (Direktor BFM), flankiert von Janine Wicki (transfair Branchenleiterin) und Fritz Bütikofer (Leiter Region Mitte)
In den Räumlichkeiten des BFM fand gestern eine Besprechung mit der Vorsteherin des EJPD, der Direktion BFM und den Personalverbänden statt. Wir haben im letzten magazin ausführlich über die Probleme im BFM berichtet. Die rund zweistündige Besprechung fand in einem sehr offenen und konstruktiven Rahmen statt. Wir konnten der Bundesrätin eine anonymisierte Zusammenfassung sämtlicher Rückmeldungen der Mitarbeitenden überreichen und im persönlichen Gespräch eingehend erläutern (den detaillierten Feedback-Katalog finden Sie hier).
Wir haben mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass die Personalverantwortlichen nicht wahrgenommen werden und es bisher verpasst wurde, eine amtsübergreifende Personalpolitik zu entwickeln. Auch die sträflich vernachlässigte Umsetzung der Sprachenverordnung wurde von unserer Seite moniert. Die Bundesrätin, wie auch die Direktion BFM zeigten sich gegenüber sämtlicher Kritik offen. Bundesrätin Sommaruga betonte, dass eine konstruktive Sozialpartnerschaft für eine Verbesserung der bestehenden personalpolitischen Situation im Amt unabdingbar sei. Sie wies auch gleich darauf hin, dass sie in Zukunft weitere Besprechungen mit den Personalverbänden wünscht.
Sofortmassnahmen gegen aktuelle Probleme
Die Direktion präsentierte den Sozialpartnern sieben Sofortmassnahmen, mit denen sie die aktuellen Probleme im Amt verbessern möchten. Diese reichen von der Überprüfung der Schnittstellen der Migrationspolitik mit anderen Direktionsbereichen über eine systematische Personalentwicklung bis hin zu einem verbesserten Feedbacksystem.
Für transfair gehen die präsentierten Ansätze in die richtige Richtung. Diese sind aber nur dann wirklich erfolgversprechend, wenn sie unter Einbezug der betroffenen Mitarbeitenden und unter Einbezug der Personalverbände erarbeitet werden. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die tiefgreifenden Probleme des Amtes nicht von heute auf morgen gelöst werden können.
Es braucht Zeit, eine Amtskultur, die von Angst und Resignation geprägt ist, nachhaltig zu verändern. Vor allem braucht es die Bereitschaft hinzuhören und miteinander kritische Auseinandersetzungen zu führen. Wir haben einmal mehr Bereitschaft dazu signalisiert und werden uns auch in Zukunft engagiert dafür einsetzen. Die heutige Besprechung war ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg.
Wir werden Sie im magazin oder per Newsletter informieren, sobald das nächste Treffen mit der Direktion BFM stattgefunden hat.

