SBB Cargo: Bedienpunkte vor Schliessung
SBB Cargo plant Bedienpunkte mit sehr tiefen Volumen zu schliessen, was zu einem Personalabbau führen wird. Mit dieser Massnahme will SBB Cargo dem Ziel des Bundesrates Rechnung tragen, im Wagenladungsverkehr die Eigenwirtschaftlichkeit zu erreichen.
Mit der Formulierung seiner Ziele 2011 – 2014 für den Güterverkehr hat der Bundesrat den Service Public in diesem Bereich zu Grabe getragen. Die bisherige Vorgabe eines flächendeckenden Angebots wurde rein ökonomischen Vorgaben geopfert.
transfair fordert, dass der Bund zum Service Public steht. Die Zukunft des Güterverkehrs darf nicht nur nach wirtschaftlichen Kriterien geplant werden. Ebenso entscheidend sind ökologische Kriterien sowie die Bedürfnisse der Randregionen. Auch ausserhalb der Ballungszentren muss der Service Public in Form des Zugangs zum Güterverkehrsnetz der Bahn gewährleistet sein. Ob es dazu ein Bestellverfahren für die Bedienung der unrentablen Punkte braucht, oder ob der Bund das daraus resultierende Defizit ausgleichen soll, ist den Verhandlungen zwischen SBB Cargo und dem Bund überlassen. transfair kann sich mit beiden Varianten anfreunden.
Zu den Auswirkungen auf das Personal muss SBB Cargo so rasch wie möglich konkrete Zahlen auf den Tisch legen. Falls es zu einem Stellenabbau kommt, wird sich transfair dafür einsetzen, dass dieser ohne Entlassungen und sozialverträglich durchgeführt wird und dass den Betroffenen gleichwertige Alternativen angeboten werden.


