Stellenabbau ? - Nicht ohne uns!
SBB-Spitze informierte am 04.02. über die strategische Stossrichtung im Güterverkehr: Separate Güterbahn führt zu Stellenabbau – Sozialpartner sind einzubeziehen!
Nachdem die Kooperation mit einer ausländischen Bahn wegen der Wirtschaftskrise nicht zustande gekommen ist, will SBB Cargo jetzt den internationalen Verkehr in eine Tochtergesellschaft auslagern und ihre Dienstleistungen in Zukunft stärker standardisieren. Dass damit eine Restrukturierung und allenfalls ein Stellenabbau verbunden sein wird, wurde nur am Rande erwähnt.
Auf die konkreten Fragen von Hanspeter Hofer, Branchenleiter öffentlicher Verkehr von transfair: wie viele Menschen vom Stellenabbau betroffen seien, wie die Sozialpartner eingebunden und wann dazu informiert würde, antwortete SBB CEO Andreas Meyer ausweichend. Er könne keine Aussagen dazu machen, werde aber mit den Sozialpartnern die Gespräche führen und Lösungen suchen. Dazu brauche es die Zusammenarbeit mit den Verbänden und Gewerkschaften. Der interne Stellenmarkt, meinte Andreas Meyer, würde den Abbau zu einem grossen Teil auffangen, werden bei der Division Personenverkehr laufend Lokführer, Zugpersonal und auch Bahnpolizisten gesucht und die Investitionen bei der Infrastruktur würde neue Stellen schaffen.
Die Frage, ob es für die Tochtergesellschaft einen GAV geben werde, bejahte Meyer. In einem ersten Schritt werden die Mitarbeitenden aber an die neue Firma ausgeliehen. Für den Personalverband transfair steht die x-te Restrukturierung und der Stellenabbau im Vordergrund.
«Das Personal hat schon wiederholt sehr grosse Opfer gebracht», machte Hanspeter Hofer geltend. transfair werde deshalb die Entwicklung kritisch hinterfragen, aber auch begleiten und mit der Unternehmung zusammen bestmögliche Lösungen für das betroffene Personal suchen. Einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen kann transfair selbsterklärend nie zustimmen.
Für weitere Auskünfte: Hanspeter Hofer, Leiter Branche öffentlicher Verkehr transfair, 079 798 90 03

