Was ändert auf der Lohnabrechnung per 1.1.2016?

Was ändert auf der Lohnabrechnung per 1.1.2016? © Wolfilser/fotolia.com
14.12.2015

Auf das neue Jahr hin gibt es einige Änderungen auf der Lohnabrechnung. Teils sind diese auf die neuen Gesamtarbeitsverträge (GAV), teils auf die Anpassungen bei der Pensionskasse zurückzuführen. transfair will rechtzeitig und transparent darüber informieren.

AMZU und Zulagen

Im magazin Nr. 4 haben wir ausführlich über die Arbeitsmarktzulage (AMZU) und Lohnregionen informiert. Die AMZU war immer PK-versichert. Ab 1.1.2016 werden diverse Zulagen neu in der Pensionskasse versichert sein. Das hat zur Konsequenz, dass die entsprechenden Lohnabzüge etwas höher ausfallen können. Dies verbessert jedoch die Situation der Mitarbeitenden, wenn sie in Rente gehen, denn die Rente fällt dadurch höher aus.  Die bisher in 12 Teilen ausbezahlte AMZU ist neu in der Gesamtlohnsumme enthalten, diese wird zu 13 Teilen ausbezahlt und hat zur Folge, dass die monatlichen Lohnbezüge etwas tiefer ausfallen. Ende Jahr jedoch, mit der vollständigen Auszahlung aller 13 Monatslöhne, gleicht sich die Gesamtsumme wieder an. 

Vergleichsbeispiel AMZU / Lohnregionen

Aufgrund von wiederholten Rückfragen zur AMZU liefern wir ein Vergleichsbeispiel, das den Unterschied zwischen heute und ab 1.1.2016 aufzeigt. In diesem Beispiel gehen wir davon aus, dass die Sozialabzüge in beiden Jahren gleich hoch sind. Es geht deutlich hervor, dass mit den angewendeten Überführungsbestimmungen niemand schlechter gestellt sein wird.

Pensionskasse

Ebenfalls per 1.1.2016 werden die Sparbeiträge für die Pensionskasse erhöht, dies im Zusammenhang mit der Senkung des Umwandlungssatzes per 1.1.2016. Um das bisherige Leistungsniveau weiterhin zu erreichen, werden die Sparbeiträge Arbeitnehmer und Arbeitgeber um je 1% erhöht.

EO und ALV

Die Sozialabzüge der Erwerbsersatzordnung (EO) und die Obergrenze der Arbeitslosenversicherung (ALV) werden ändern. Die Beiträge der EO werden minim gesenkt.  Der versicherte Höchstlohn bei ALV und UV wird auf 148‘200 Franken angehoben. Letzteres hat jedoch auf die Lohnabzüge der meisten Mitarbeitenden im GAV keinen Einfluss.
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Die Schweizerische Post