Verwaltungsratspräsident der Post zu Besuch bei transfair

Verwaltungsratspräsident der Post zu Besuch bei transfair © transfair; v.l.n.r. René Fürst, Tanja Brülisauer, Stefan Müller-Altermatt, Urs Schwaller (VRP Post), Kerstin Büchel (Generalsekretärin VR Post).
18.10.2016

Im September 2016 traf sich transfair mit Urs Schwaller, dem neuen Verwaltungsratspräsidenten der Post, zu einem ersten Informationsaustausch. Dabei standen mit der Pensionskasse, dem Sozialplan, den Einzelfällen und dem Wesen der Sozialpartnerschaft verschiedene Themen auf der Traktandenliste, welche uns zur Zeit stark beschäftigen oder bei welchen in naher Zukunft wichtige Entscheide gefällt werden sollen.

Wir haben am Treffen unsere allgemeinen Forderungen vorgestellt, welche beispielsweise auf die kulante Anwendung des neuen GAV und des Sozialplan, auf den korrekten Umgang mit den Mitarbeitenden, auf die Reduktion der Arbeitsplatzunsicherheit durch Weiterbildung oder auf den verantwortungsvollen Umgang mit älteren Mitarbeitenden abzielen. transfair findet, dass die Post wieder als soziale Arbeitgeberin auftreten soll.

Deshalb haben wir Urs Schwaller auch die Resolution «In Würde in Rente gehen», die an der diesjährigen Delegiertenversammlung einstimmig genehmigt wurde, mit auf den Weg gegeben. Da besonders die letzten Erwerbsjahre von grosser Bedeutung für die künftige Rente sind und wir finden, dass ältere Menschen nicht auf Ergänzungsleistungen angewiesen sein sollten, fokussieren wir uns in unserer Resolution auf folgende Forderungen:
  • Die Post muss als Arbeitgeberin ihre Fürsorgepflicht gegenüber älteren Mitarbeitenden besser wahrnehmen. Zu Menschen mit viel Arbeitserfahrung muss Sorge getragen werden und sie dürfen nicht leichtfertig in die Frühpensionierung oder in die Erwerbslosigkeit abgeschoben werden. Wir fordern, dass die Arbeitsmarktfähigkeit auch während der letzten Erwerbsjahre durch Weiterbildung gesichert sein soll. Bei der beruflichen Vorsorge ist die langfristige Perspektive massgebend. Korrekturen müssen deshalb im Rahmen einer seriösen Analyse und einem zwischen den Sozialpartnern verhandelten, ausgewogenen Gesamtkonzept abgewogen und mit gesundem Augenmass erfolgen.
  • Die von den Pensionskassen getroffenen Entscheide müssen finanziell abgefedert werden. Diese Abfederungen sind sozialpartnerschaftlich auszuhandeln. Der Arbeitgeber muss seine Verpflichtungen wahrnehmen und mit den Verbänden sozialverträgliche Lösungen anstreben.
  • Oberste Maxime muss sein, das Rentenniveau langfristig zu stabilisieren und tiefe Renten zu verstärken. Arbeitnehmenden mit tiefen Einkommen fehlen meist die Mittel für das Alterssparen mit der dritten Säule. Gleichermassen sind bestehende Verstärkungen des Sozialplanes zu verteidigen und so auszugestalten, dass keine Rentenlücke entsteht.