Unterschiedliche Entwicklungen – gute Bilanz

Unterschiedliche Entwicklungen – gute Bilanz © Die Schweizerische Post
12.04.2016

Der Bundesrat hat den Bericht über das Geschäftsjahr 2015 der bundesnahen Unternehmen verabschiedet. Die Post hat die Ziele des Bundesrats erreicht und zeigt trotz unterschiedlicher Entwicklungen eine gute Bilanz. Sie hat die Grundversorgung mit Postdiensten und mit Dienstleistungen des Zahlungsverkehrs in guter Qualität und zu angemessenen Preisen erbracht.

Alleinaktionär Bund

Der Bund ist Alleinaktionär der Schweizerischen Post AG. Die Eignerinteressen werden durch den Bundesrat wahrgenommen. Dabei berücksichtigt er die unternehmerische Autonomie der Post nach Artikel 3 des Postorganisationsgesetzes vom 17. Dezember 2010 und anerkennt in seiner Eigenschaft als Aktionär die Entscheidungsfreiheit des Verwaltungsrates in Bezug auf die Geschäftsstrategie und –politik. Die Rolle des Bundes als Eigner ist von seiner Funktion als Regulator und Aufsichtsbehörde institutionell getrennt.

Zielvorgaben des Bundesrates

Gestützt auf Artikel 7 des Postorganisationsgesetzes legt der Bundesrates jeweils für vier Jahre fest, welche Ziele der Bund als Eigner der Post erreichen will. Der Bund verpflichtet sich damit auf längerfristige, konsistente Ziele. Als Folge davon muss die Post den Bundesrat jährlich darüber informieren, ob sie diese Ziele erreicht haben. Auch für die SBB, Swisscom und Skyguide bestehen Zielvorgaben.

Unterschiedliche Entwicklungen

Aufgrund des starken Frankens schnitten die Preise der Post im internationalen Vergleich etwas schlechter ab als in früheren Jahren. Die Zufriedenheit der Kunden blieb mit 80 von maximal 100 Punkten auf dem Niveau der letzten beiden Jahre. Im Kerngeschäft (Briefe, Pakete, Zahlungsverkehr und Postautodienste) vermochte die Post ihre Marktanteile zu halten. Es kam aber zu einem weiteren Rückgang bei den zugestellten Briefen (-1,4% gegenüber 2014) und Zeitungen (-3,8%). Der Transport von Paketen nahm im Zuge von E-Commerce (Bestellungen im Internet) um 3,2% zu. Den veränderten Bedürfnissen folgend bietet die Post ihrer Kundschaft vermehrt die Möglichkeit, die Zustellung von Sendungen selbst zu steuern (My Post 24-Automaten, PickPost-Stellen, Abendzustellung).

Konzerngewinn 645 Mio. CHF

Der Betriebsertrag ist um 147 Mio. CHF tiefer ausgefallen als im Vorjahr. Der Konzerngewinn ist mit 645 Mio. CHF um 7 Mio. CHF höher als im Vorjahr – vor allem aufgrund besserer Buchwerte im Finanzdienstleistungsmarkt. Schlechter als im Vorjahr fiel das Ergebnis beim Bereich Poststellen und Verkauf aus. Dies ist insbesondere auf die gesunkenen Schaltergeschäfte (Briefe, Pakete und Zahlungsverkehr) zurückzuführen. Alle anderen Bereiche wiesen positive Ergebnisse auf. Im Bereich der Kooperationen und Beteiligungen ist die Rentabilität der Auslandgesellschaften noch immer deutlich tiefer ist als diejenige des Konzerns. Der Bundesrat erwartet hier eine Verbesserung. Die Gewinnausschüttung an den Bund beträgt 200 Mio. CHF.

Mitarbeiterzufriedenheit auf hohem Niveau

Die Mitarbeiterzufriedenheit bewegt sich seit Jahren auf einem hohen Wert. Transfair blickt gespannt darauf, ob die per 1.1.2016 neu in Kraft getretenen Gesamtarbeitsverträge von Post CH AG, PostAuto AG und PostFinance AG eine Auswirkung auf die nächsten Zahlen der Mitarbeiterzufriedenheit haben.
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