Susanne Blank zieht die Konsequenz aus den medialen und politischen Angriffen gegen ihre Person

Susanne Blank zieht die Konsequenz aus den medialen und politischen Angriffen gegen ihre Person © Die Schweizerische Post
26.06.2018

Die Post-Verwaltungsrätin tritt freiwillig zurück und wehrt sich vor dem Presserat gegen falsche Anschuldigungen. Gegen die Vertreterin des Personalverbandes transfair, Susanne Blank, wurden in den vergangenen Wochen schwere Vorwürfe bezüglich Pflichtverletzungen erhoben. Anstoss dazu gab eine ominöse Aktennotiz vom August 2013, die Susanne Blank nachweislich nie erhalten hat. Mit ihrem freiwilligen Rücktritt an der Generalversammlung der Schweizerischen Post vom 26. Juni 2018 will sie falsche Spekulationen stoppen und der Post einen Neuanfang ermöglichen.

Susanne Blank ist seit Juni 2008 als Vertreterin des Personals im Verwaltungsrat der Post, delegiert vom Personalverband transfair. Die Ökonomin hatte von 2010 bis Mitte 2014 Einsitz im Ausschuss «Audit and Risk» und seither im Ausschuss «Organisation, Nomination and Remuneration».

Frei von Pflichtverletzungen
In den vergangenen Wochen ist Susanne Blank in den Fokus von Spekulationen geraten. Sie hält fest: «Ich habe im Fall des Subventionsbetrug bei PostAuto keinerlei Pflichtverletzungen begangen und insbesondere die Aktennotiz vom 21. August 2013 zur Prüfung Ortsbus nie erhalten; weder per Briefpost noch per Mail». Sie hatte von der Existenz der Aktennotiz erstmals im Februar 2018 in der Zeitung «Blick» erfahren.
 
In Gesprächen mit dem Eigner konnte Susanne Blank nachweisen, die Aktennotiz nie erhalten zu haben. Frau Bundesrätin Doris Leuthard äusserte anlässlich der Pressekonferenz vom 11. Juni 2018: «…., dass auf Stufe Verwaltungsrat aufgrund der aktuellen Faktenlage keine Pflichtverletzungen nachgewiesen werden können.»
 
Inakzeptable mediale Berichterstattung
In den vergangenen Wochen hat Susanne Blank keinerlei Medienauskünfte gegeben. Im «Blick online» vom 17. Juni 2018 wurde sie dennoch mit einer Falschaussage zitiert. Diese Art von Berichterstattung ist rufschädigend und rechtswidrig. Der Personalverband transfair wird mit diesem Fall an den Presserat gelangen.
 
transfair Präsident Stefan Müller-Altermatt meint: «Es ist bedauerlich, dass der Rücktritt aus dem Verwaltungsrat Post zum Schutz ihrer Person unausweichlich wird. Es ist nahezu ein Skandal für die so gut institutionalisierte Schweiz ». Susanne Blank sei eine hervorragende Personalvertreterin gewesen, die mit Engagement und Verve die Anliegen des Personals im Verwaltungsrat der Post eingebracht habe. Dieses Engagement werde in der momentanen Situation der Post schmerzlich fehlen.
 
Ungerechtfertigte Anschuldigungen aus der Politik
transfair verurteilt die politische Hetzjagd gegen Susanne Blank. Ohne Kenntnis der Faktenlage wurde insbesondere aus dem rechten Lager der Rücktritt der Personalvertreterin gefordert. Wegen des laufenden Strafverfahrens durften auf Geheiss von fedpol keine Befragungen durchgeführt werden. Damit konnten im Untersuchungsbericht des Anwaltsbüros Kellerhals Carrard die falschen Annahmen auch nicht richtiggestellt werden. Es ist kein gutes Zeichen für den Service Public und die Post, dass ausgerechnet die Personalvertreterin im Verwaltungsrat ins Visier der Politik gerät.
 
Falsche Spekulationen stoppen
Susanne Blank ist nicht gewillt, dieses Spiel länger mitzumachen. Mit ihrem Rücktritt will sie die falschen Spekulationen stoppen und der Post einen Neuanfang erleichtern.
 
transfair bedauert diesen Entscheid sehr und bedankt sich bei Susanne Blank für das unermüdliche und professionelle Engagement in den vergangenen zehn Jahren im Interesse der Mitarbeitenden der Schweizerischen Post und wünscht ihr alles Gute für die Zukunft.
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