Post mit gutem Start im 1. Quartal 2015

Post mit gutem Start im 1. Quartal 2015 © Die Schweizerische Post
09.06.2015

Die Schweizerische Post hat im ersten Quartal 2015 einen Konzerngewinn von 225 Millionen Franken erzielt. Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug 292 Millionen Franken. Alle vier Märkte der Post haben zum positiven Quartalsergebnis beigetragen. Trotzdem wird das immer anspruchsvollere Marktumfeld die Post stark beschäftigen.

In den ersten drei Monaten des Jahres 2015 erwirtschaftete die Schweizerische Post einen Konzerngewinn von 225 Millionen Franken – 13,1 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode (199 Millionen Franken). Als Hauptgrund ist der höhere Betriebsertrag aus Finanzdienstleistungen zu nennen. Das Betriebsergebnis lag mit 292 Millionen Franken um 39 Millionen Franken oder 15,4 Prozent über dem Vorjahreswert (253 Millionen Franken). Der Betriebsertrag blieb mit 2 125 Millionen Franken stabil (Vorjahr: 2 138 Millionen Franken). Zum positiven Quartalsergebnis trugen alle vier Märkte der Post bei.
 
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Was sagt transfair dazu?

transfair freut sich mit der Post über den guten Abschluss im 1. Quartal 2015. Monetäre Kennzahlen sind wichtig, aber auch die mengenmässige Entwicklung ist für die Auslastung von Anlagen und Mitarbeitenden zentral. Insbesondere erfreulich sind die relativ geringe Abnahme von 1,1 Prozent bei den adressierten Briefen und die Zunahme bei den unadressierten Sendungen um 2,5 Prozent. Beide Werte garantieren einen stabilen Beschäftigungsgrad bei PostMail. Durch eine weitere Zunahme der Paketmenge um 2,2 Prozent wird bei PostLogistics der positive Trend aus dem Vorjahr weitergeführt. PostFinance steigert zwar sein Betriebsergebnis um 45 Millionen Franken und gewinnt erneut zahlreiche Kunden, steht aber sinkenden Neugeldzuflüssen und Kundenvermögen gegenüber.  Bei PostAuto resultieren höhere Betriebsaufwände bei gleichbleibender Zahl der gefahrenen Kilometer. Dies wird einerseits mit höheren Projektaufwendungen zur nachhaltigen Erhaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit im Schweizer Geschäft und andererseits mit einem Mehrbedarf an Personal begründet. Diesen positiven Informationen steht jedoch, im Vergleich zum Vorjahr, der Abbau von über 600 Personaleinheiten auf Konzernebene gegenüber, welcher nicht zuletzt die Konsequenz weiterer Aufwandoptimierungen ist. Ein Lichtblick ist PostFinance, welche wiederum Stellen aufgebaut hat. Aus der finanziellen Optik fällt auf, dass der Stellhebel der im Kommunikationsmarkt bei PostMail (mit millionenschweren Projekten) und bei Poststellen und Verkauf (mit weiterhin massivem Abbau des Poststellennetzes) getätigten Aktivitäten deutlich kleiner ist, als der Mengenverlust. Insgesamt ist es aus Sicht transfair für die Mitarbeitenden wichtig, dass sich die Post als Ganzes positiv entwickelt und dadurch weiterhin ihre Rolle als sozialverantwortliche, sichere Arbeitgeberin wahrnehmen kann.
Einsatzbereiche
Die Schweizerische Post, Poststellen und Verkauf, PostMail, PostLogistics, InfraPost AG, PostAuto AG, PostFinance AG, PostLogistics AG