Personalumfrage Post - Interview mit Ulrich Hofstetter

Personalumfrage Post - Interview mit Ulrich Hofstetter © Ulrich Hofstetter
10.05.2016

Ulrich Hofstetter ist zuständig für die Personalumfrage 2016 bei der Post. Er begleitet die operative Durchführung der Umfrage und ist als Schnittstelle zu den verschiedenen Bereichen ein wichtiger Partner für das externe Beratungs- und Forschungsinstitut, welches die Personalumfrage durchführt. Nachstehend steht er uns Red und Antwort zu allen wichtigen Fragen rund um die diesjährige Personalumfrage.

Mitarbeitende hegen Zweifel: Ist die Personalumfrage wirklich anonym?
Alle Antworten der Postmitarbeitenden sind an ein externes Unternehmen adressiert. Bei der Zusammenarbeit mit der Post haben Datensicherheit und Anonymität der persönlichen Angaben oberste Priorität. Das Beratungs- und Forschungsinstitut empiricon AG, mit dem die Post seit 2009 die Personalumfragen durchführt, stellt sicher, dass keine Rückschlüsse auf einzelne Mitarbeitende möglich sind.
 
Vor allem in kleinen Teams taucht oft die Frage auf: Können Rückschlüsse auf Antworten von Einzelpersonen gemacht werden?
Jedes Resultat, das der Post durch die Auswertungen zur Verfügung steht, umfasst Zahlenwerte, die aus Antworten von mindestens fünf Personen zusammengesetzt sind. Dies gilt auch für die Ergebnisberichte von kleinen Teams. Rückschlüsse auf Einzelpersonen lassen sich aufgrund dieser Zahlen nicht machen und auch nicht ableiten.
 
Wer macht alles mit bei der Personalumfrage?
Grundsätzlich nehmen alle Mitarbeitenden des Konzerns teil, die mit mindestens 20% Beschäftigungsgrad angestellt sind. Diese Grösse legte die Konzernleitung in der Anfangszeit der Personalumfrage fest. Es werden also nicht nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befragt, die einem GAV der Post unterstellt sind, sondern alle, wie beispielsweise die Mitarbeitenden von SPS im Ausland.

Warum sind die Resultate der Personalumfrage für die Vorgesetzten wichtig?
Die Post nutzt die Personalumfrage als Führungsinstrument. Die Fragen bilden ein Modell ab, das Auskunft zum Engagement und zum Befinden der Mitarbeitenden gibt. Ehrliche Antworten führen dadurch zu nachvollziehbaren Ergebnissen, anhand derer eine Vorgesetzte oder ein Vorgesetzter Massnahmen in die Wege leitet, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Von den Linienverantwortlichen werden auch die Vergleichsmöglichkeiten sehr geschätzt, der Blick über den Zaun.

Ist eine Teilnahme obligatorisch?
Die Teilnahme der Mitarbeitenden an der Befragung ist freiwillig.

Kann ich mit meiner Antwort etwas bewegen?
Konzernleiterin Susanne Ruoff betont im diesjährigen Begleitschreiben zur Personalumfrage das aktive Mitgestalten der Zukunft. Durch jeden zusätzlich ausgefüllten Fragebogen tragen die Mitarbeitenden etwas zur Zukunft bei, denn die Aussagekraft der Resultate erhöht sich. Darauf bauen die Verantwortlichen, wenn Entscheide anstehen, die Prozesse, Dienstleistungen und Produkte der Post direkt beeinflussen und dabei die Meinung der Mitarbeitenden einbeziehen können.

Was machen die Vorgesetzten bei tiefen Umfragewerten?
Die gesamten Ergebnisse werden durch die Vorgesetzten analysiert und Verbesserungspotenziale gemeinsam mit dem Team diskutiert, um Massnahmen abzuleiten. Dabei können bei tiefen Werten Vergleiche und der Beizug von Fachstellen Unterstützung bieten. 
Einsatzbereiche
Die Schweizerische Post, Poststellen und Verkauf, PostMail, PostLogistics