Mindest-Stundenlöhne im Postsektor steigen

Mindest-Stundenlöhne im Postsektor steigen © transfair
12.10.2018

Die PostCom hat am 11. Oktober 2018 Mindeststandards für die Arbeitsbedingungen im weitgehend libaralisierten Postmarkt kommuniziert, die am 1. Januar 2019 in Kraft treten. transfair hat an den Grundlagen der Verordnung intensiv mitgewirkt und sich für gute Arbeitsbedingungen stark gemacht. Das Resultat lässt sich sehen.

Es wird ein Mindestlohn für die Branche von CHF 18.27 pro Stunde festgeschrieben, was einen fairen Wettbewerb mit gleich langen Spiessen unter den Marktteilnehmenden erlaubt. Dies bedeutet konkret, dass in einigen GAV die Stundenlöhne eine Entwicklung nach oben erfahren werden. Zum Beispiel werden bei der Zeitungsfrühzustellung der Presto Mitarbeitenden fast die Hälfte der Zusteller und Zustellerinnen davon profitieren, denn der aktuelle Mindest-Stundenlohn beträgt dort CHF 17.50.

transfair fordert seit längerem einen Mindeststundenlohn von 20 CHF, jetzt konnte ein erster Teilerfolg in die richtige Richtung realisiert werden. Aufgabe von transfair wird es jetzt sein, dafür zu sorgen, dass die Erhöhung der Mindeststundenlöhne nicht durch die Reduktion anderer Leistungen, wie beispielsweise Fringe-Benefits oder NBU-Beiträge, durch die Hintertüre untergraben werden.
Einsatzbereiche
Die Schweizerische Post, DPD, Presto AG, Verband KEP&Mail