Massiver Anstieg bei den Gesuchen

Massiver Anstieg bei den Gesuchen © Comugnero Silvana
09.06.2015

Der Geschäftsbericht des Personalfonds der Post für das Jahr 2014 liegt vor. Die Zahl der an den Personalfonds Post gerichteten Gesuche um finanzielle Unterstützung hat massiv zugenommen. Mehr Darlehen werden nachgefragt. Die Ferienwohnungsauslastung während der Wintersaison sinkt weiter ab.

Die Zahl der Gesuche um finanzielle Unterstützung ist im Jahre 2014 gegenüber dem Vorjahr massiv angestiegen (+153). Der Gesamtbetrag für die ausgerichteten Unterstützungsbeiträge betrug über 1,2 Mio. Franken (Vorjahr 794‘230 Franken). Es wurden 91 Darlehen (Vorjahr 70) im Gesamtbetrag von 976‘650 Franken (Vorjahr 767‘630 Franken) bewilligt.
 
Darlehen wurden Zweckgebunden gewilligt, z.B. für dringende Anschaffungen, Familie, übrige Schulden, Scheidungskosten. Die Darlehenssumme betrug im Schnitt bei 10‘732 Franken. Bei den Anträgen um Unterstützungsbeiträge wurden 38 Gesuche abgelehnt. 512 Gesuche wurden bewilligt, die durchschnittliche Summe der Unterstützungsbeiträge betrug 2‘206 Franken. Unterstützungsbeiträge wurden vor allem genehmigt für Härte- und Notfälle, Krankheits- und Unfallkosten, berufliche Ausbildung. Alleine für Ausbildungszwecke wurden 58 Gesuche genehmigt, z.B. für Hochschulstudium, Matura/Gymnasium, Handwerkliche Berufe/Berufsschule.
 
Zuschüsse an die Kosten aus Krankheit und Unfall werden gewährt, wenn den Gesuchstellenden nach Abzug von Leistungen der Krankenkasse oder anderen Versicherungen nicht zumutbare Restkosten verbleiben. Der jährliche Höchstbetrag ist auf 6‘000 Franken festgesetzt.
 
Zuschüsse für Sonderaktionen erlauben es, u.a. Familien mit schwerstbehinderten Kindern in schwierigen finanziellen Verhältnissen gezielt zu unterstützen.
 
Zuschüsse an Ferienaufenthalten werden dann gewährt, wenn sich Mitarbeitenden mit oder ohne Familie seit langer Zeit keine Ferien mehr leisten konnten und ein Ferienaufenthalt in den Augen der Sozialberatung angezeigt wäre. Bewilligt werden in erster Linie Ferien in einer Ferienwohnung aus dem Angebot des Personalfonds Post.

Beispiel einer erbrachten Leistung

Seit 27 Jahren engagierter und geschätzter Mitarbeitender der Post; achtköpfige Familie: Eine Tochter ist leistungseingeschränkt und pendelt täglich zu einer geschützten Werkstätte; für zwei weitere Kinder erhält die Familie Stipendien. Trotzdem ist eine finanzielle Reservebildung nicht möglich. So haben sich Krankheitskosten, vor allem Zahnarztkosten angehäugt. Der Personalfonds übernimmt diese Kosten in der Höhe von 2‘750 Franken.
 
Sämtliche Mitarbeitenden der Post können sich in Härte- und Notfällen an die Sozialberatungsstellen der Post wenden.

Auslastung der Ferienwohnungen sinkt

Die 70 Ferienwohnungen wurden 1503-mal gebucht und erreichen damit eine Auslastung von 42.35 Prozent. Vor allem in der Wintersaison bedeutet dies zum dritten Mal in Folge eine Verschlechterung der Belegung. Die Auslastung in der Sommersaison bleibt stabil bei 41.4 Prozent.

Als Vertretung von transfair …

… hat René Fürst Einsitz im Stiftungsrat. Er plädiert dafür, bei finanziellen Schwierigkeiten nicht zuzuwarten und die vom Arbeitgeber angebotenen Beratungsmöglichkeiten der Sozialberatungsstellen umgehend zu kontaktieren. Diese haben Zugang und Erfahrung mit den Prozessen des Personalfonds Post. Die Unterstützungsmöglichkeiten des Personalfonds sind vielfältig. Der Personalfonds ist ein paritätisches Organ, d.h. es sind darin gleichviele Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen zugegen. Somit entscheiden weder die vorgesetzten Stellen noch die Sozialberatungen über Gesuche, sondern ein unabhängiges Gremium, nämlich der Stiftungsrat des Personalfonds Post, in dem unser Branchenleiter die Interessen der Mitglieder vertritt. 
Einsatzbereiche
Die Schweizerische Post, Poststellen und Verkauf, PostMail, PostLogistics, InfraPost AG, PostAuto AG, PostFinance AG, PostLogistics AG, SecurePost AG