Lohnmassnahmen Post CH: Verhandlungserfolg für transfair

Lohnmassnahmen Post CH: Verhandlungserfolg für transfair © transfair v.l.n.r. Albane Bochatay, René Fürst, Martin Carmenisch, Werner Rüegg
20.02.2018

transfair erzielt in den Lohnverhandlungen für Post CH AG ein gutes Resultat. Ein hartes Ringen, Taktieren und Argumentieren führte schlussendlich zu einer allseits akzeptierten Lösung, die verschiedene bemerkenswerte Verbesserungen beinhaltet. Die Lohnsumme wird um 1 Prozent erhöht und das Post-Personal erhält Einmalzahlungen von bis zu CHF 600.

Die intensiven Lohnverhandlungen der Sozialpartner wurden für das Stammhaus in der 3. Runde abgeschlossen. Davon betroffen sind rund 27‘500 Mitarbeitende, die Umsetzung erfolgt mit dem Aprillohn.
 
Resultate 2018:
  • 1 Prozent der verhandelten Lohnsumme wird für individuelle Lohmassnahmen für Mitarbeitende im Lohnband eingesetzt. Die Verteilung ist je 50 Prozent Pflichtteil bzw. 50 Prozent individueller Teil. Beide Teile sind im Lohn eingebaut und somit nachhaltig. Die Auszahlung erfolgt, sofern in der Personalbeurteilung mindestens ein «gut erfüllt» erzielt wurde.
  • Einmalzahlung von CHF 350 pro rata Beschäftigungsgrad für Mitarbeitende im Lohnband bzw. von CHF 600 pro rata Beschäftigungsgrad für jenes Personal über dem Lohnband.
  • Die Lohnbänder werden nach der Lohnmassnahme teuerungsbedingt um 0,5 Prozent nach oben angepasst
transfair wertet die erzielten Lohnmassnahmen auch im schweizweiten Vergleich als gut, weil:
  • über die Hälfte der Massnahmen nachhaltig und für die Zukunft im Lohn eingebaut sind.
  • so auch die persönliche Vorsorge der 1. und 2. Säule gestärkt wird.
  • die hohe Einmalzahlung für langjährige und treue Mitarbeitende über Lohnband, die teils seit Jahren keine Lohnentwicklung mehr erleben konnten, eine berechtigte Anerkennung ihres Einsatzes ist.
  • der neu verhandelte Pflichtteil für bis zu 75 Prozent der Mitarbeitenden im Lohnband auch in den Folgejahren Entwicklungsperspektiven garantiert. Bedingung ist, dass die Leistung im Fokus mit mindestens «gut erfüllt» ist. Im 2017 erfüllten über 93 Prozent der Mitarbeitenden diese Anforderung.
  • sich die Lohnschere, je tiefer die Löhne im Lohnband sind, rascher schliesst und somit auch jungen Angestellten zugute kommt.
  • die Mitarbeitenden im Lohnband davon profitieren, dass die Lohnsumme derjenigen über Lohnband auch zum Teil für die Berechnung berücksichtigt wird. Die zu verteilende Lohnsumme ist dadurch grösser.
  • Mitarbeitende über Lohnband im Folgejahr wegen der Anhebung der Lohnbänder um 0,5 Prozent wieder ins Lohnband kommen könnten und danach wieder von weiteren Massnahmen profitieren.
  • die Einmalzahlung die Erhöhungen der Krankenkassenprämien abfedert.
  • die Teuerung von 0,5 Prozent von 2017 vollständig abgedeckt ist. 
Die Verhandlungen für das Personal der PostFinance AG, der PostAuto AG sowie das Personal der Post Immobilien Management und Service AG, der SecurePost AG, der Swiss Post Solutions AG und der PostLogistics AG sind noch im Gange.
Einsatzbereiche
Die Schweizerische Post