Konkurrenzverbot bei PostMail aufgehoben

Konkurrenzverbot bei PostMail aufgehoben © Die Schweizerische Post | La Poste Suisse | La Posta Svizzera
10.10.2018

Was tun Sie, wenn Ihre Arbeitgeberin kein 100-Prozent-Pensum mehr anbieten kann? Genau, einen Zusatzverdienst suchen. Hinweise von seinen Mitgliedern und Diskussionen in den Firmenvorständen von transfair zeigten, dass diese Thematik ein Konfliktpotenzial birgt. Der Personalverband intervenierte bei der Fachkommission des Postkonzerns.

Immer mehr Menschen in der Schweiz arbeiten Teilzeit, so auch bei der Post. Es gibt Personen, die es sich einrichten können, weniger als 100 Prozent zu arbeiten. Andere jedoch sind auf einen Zweitjob angewiesen, um ihren Lebensunterhalt sichern zu können. Besonders oft ist dies der Fall bei PostMail, die immer weniger 100-Prozent-Stellen anbieten kann.
 
In der Praxis könnte es so aussehen, dass ein Zusteller oder eine Zustellerin vor der PostMail-Tour noch für die Posttochter Presto in der Zeitungsfrühzustellung aktiv ist oder nach der Tour bei Quickmail arbeitet. Die Krux dabei: PostMail verfügte für Quickmail ein Konkurrenzverbot und somit waren diese Aktivitäten, gemäss Post, eigentlich illegal.
 
transfair wehrte sich gegen die Argumentation der Post und verlangte eine juristische Prüfung. Der Druck des Personalverbandes hat sich gelohnt: Das Konkurrenzverbot wurde in der Zwischenzeit wieder aufgehoben. Der Zusatzjob darf jedoch weder mit der Kleidung noch mit einem Fahrzeug der Post ausgeübt werden.
Einsatzbereiche
Die Schweizerische Post, PostMail