Herausforderungen 2016 der Branche Post/Logistik

Herausforderungen 2016 der Branche Post/Logistik © xcid/fotolia.com
25.02.2016

transfair macht immer mehr Arbeitnehmende in der Branche Post/Logistik stark. Im 2015 sind wir wieder gewachsen, vor allem unsere junge Basis wurde durch neue Mitglieder gestärkt. Auch im 2016 wollen wir die Arbeitnehmenden vom starken Partner transfair überzeugen. 2016 wird uns vor allem das gewerkschaftliche Kerngeschäft - der GAV - beschäftigen. Aber wir untersützen unsere Mitglieder auch in anderen Bereichen.

Kerngeschäft GAV
Das gewerkschaftliche Kerngeschäft wird uns auch im 2016 stark beschäftigen. Denn für alle postalischen Dienstleister in der Schweiz müssen gemäss Gesetz Gesamtarbeitsverträge ausgehandelt werden. Neue GAV-Verhandlungen werden im 2016 zum Beispiel für SecurePost AG, IMS AG, DMC und weitere Konzerngesellschaften der Post aufgenommen. Längerfristig aber strebt transfair die Ausarbeitung eines allgemeinverbindlichen GAV an, der sowohl für die privaten Postdienstleister, wie auch für die Schweizerische Post und ihre Töchterfirmen Gültigkeit hat. Dabei wollen wir die Messlatte für die «branchenüblichen Arbeitsbedingungen» im Sinne unserer Mitglieder möglichst hoch ansetzen.
Was uns ebenfalls beschäftigen wird, ist die Umsetzung der neuen GAV Post, die per 1.1.2016 in Kraft getreten sind. Zum Schutz unserer Mitglieder werden wir nicht zögern, die Vollzugsbehörden einzuschalten, wenn die Arbeitgebenden dagegen verstossen sollten.
 
Umsetzung WPV
Im 2015 hat transfair das Pilotprojekt WPV (Weiterentwicklung Poststellen und Verkauf) aufmerksam begleitet. Vor allem das Teilprojekt «Trennung Beratung/Verkauf» und seine möglichen Konsequenzen haben wir mit unseren Mitgliedern intensiv diskutiert. Im Frühjahr 2016 werden wir eine weitere Veranstaltung zum Thema durchführen, bis dahin sollten alle relevanten Auswertungen des Pilotprojektes, also auch die heiklen Punkte Lohnthematik und Verkaufsdruck, auf dem Tisch liegen. Danach gilt es, die Umsetzung des Projekts eng zu begleiten, damit die Interessen der Mitarbeitendengewahrt bleiben. 
 
Arbeitszeiterfassung
Die Schweizerische Post will für ihre Fach-, Führungskader und Spezialisten  die neue Möglichkeit des Verzichts auf Arbeitszeiterfassung nutzen. transfair wird dabei mitreden, denn mit dem Verzicht auf Arbeitszeiterfassung gehen Risiken einher. Ausnahmen von der Regel der Arbeitszeiterfassungspflicht wollen wir konkret definieren und Gesundheitsrisiken durch Zusatzmassnamen ausräumen. Eines steht fest: Der Verzicht auf Arbeitszeiterfassung ist durch die Mitarbeiterin, den Mitarbeiter immer frei wählbar, diese Freiwilligkeit muss vonseiten Arbeitgeberin in jedem Fall gewährt sein. Darum werden wir die Umsetzung der zukünftigen Regeln nicht aus den Augen verlieren. Im Herbst 2016 organisieren wir einen Infoanlass zum Thema, der allen Kaderleuten der Post offen steht.