Garantierte Lohnüberführung wird mit Füssen getreten!

Garantierte Lohnüberführung wird mit Füssen getreten! © Gajus/fotolia.com
19.02.2016

Die Post hat mehrmals bekräftigt, dass die Löhne aller bisherigen Beschäftigten unter den neuen GAV Post bestehen bleiben. Kaum sind die neuen GAV aber in Kraft, treten bereits bekannte, unsaubere Vorgehensweisen nicht nur häufiger, sondern auch akzentuierter auf.

Am 1.1.2016 sind die neuen GAV für Post CH, PostFinance und PostAuto in Kraft getreten. Es war uns und der Post bewusst, dass es bei der Umsetzung noch Schwierigkeiten geben kann. Was im Moment aber vor sich geht, veranlasst transfair zum dringenden Handeln und zur sofortigen Eskalation.

Was wir bei der Betreuung unserer Mitglieder schon mehrfach festgestellt haben, hat sich seit der Einführung der neuen GAV nochmals intensiviert:

  • Unter dem Deckmantel «Restrukturation / Reorganisation» weist die Post Mitarbeitenden unter Kündigungsandrohung neue Arbeitsorte zu, die FS-Abstufungen zur Folge haben, das heisst Lohnabbau!
  • Die Post «motiviert» Mitarbeitende dazu, ihr Arbeitspensum zu reduzieren, das bedeutet Lohnabbau!
  • Wollen die Mitarbeitenden ihr Arbeitspensum erhöhen, wird der Lohn auf Basis der neuen GAV berechnet. Das kann dazu führen, dass trotz höherem Beschäftigungsgrad ein tieferer Lohn als vorher resultiert!
  • Vorgesetzte nehmen die Einführung der neuen GAV zum Anlass, unliebsame, leistungsschwache oder kranke Mitarbeitende loszuwerden, das heisst FS-Abstufungen, Versetzungen, Lohnabbau. Unter dem Feigenblatt der neuen GAV wird vertuscht, dass die Fürsorgepflicht, welche die Arbeitgeberin gegenüber den Mitarbeitenden hat, nicht wahrgenommen wurde.

Die versprochene Garantie der Lohnüberführung bleibt im Moment vielerorts auf der Strecke. Wir vom Personalverband transfair werden dies nicht hinnehmen und setzen uns mit einer sofortigen Eskalation für unsere Mitglieder ein. Von der Post erwarten wir ein klares Commitment zur garantierten Lohnüberführung. Vorgesetzte, die Willkür walten lassen, sollen zurückgepfiffen werden!