Ein Ende mit Schrecken für die Wagenführer PL?

Ein Ende mit Schrecken für die Wagenführer PL? © Die Schweizerische Post
04.09.2015
Die Post meldet heute, dass sie den internen Transportbereich neu ausrichten will. Im Klartext heisst dies, dass sie auf den Betrieb einer eigenen LKW-Fahrzeugflotte verzichtet und diese auslagern wird. Betroffen von dieser „Neuausrichtung“ genannten Massnahme sind 187 Chauffeur-Stellen.
 
Während im Jahr 2004 noch 1200 Wagenführer bei der Post arbeiteten, wurde in verschiedenen Projektschritten Kahlschläge bis auf 500 Stellen im Jahre 2007 durchgeführt. Damals sprach man davon, dass damit eine rote Linie erreicht sei und meinte damit, dass der Abbau nicht mehr weiter gehen darf. Seither hat PostLogistics jedoch in kleinen Schritten laufend weiter abgebaut, ohne Einbezug der Gewerkschaften, bis zum heutigen Bestand von 187 Chauffeur-Stellen. Unter den Fahrern war die Unsicherheit über die eigene Zukunft spürbar – gibt es ein Schrecken ohne Ende und wann trifft es mich?
 
Zwischen den Sozialpartnern wurden die Eckwerte für die Umsetzung besprochen. So wird die Post den betroffenen Mitarbeitenden eine zumutbare Weiterbeschäftigung anbieten und sie bei der internen und externen Stellensuche unterstützen. Ein Sozialplan besteht. Zwischen den Sozialpartnern laufen derzeit weitere Gespräche, um dessen Umsetzung zu konkretisieren.

transfair kritisiert wiederholt das Vorgehen der letzten Jahre und wird das Feld nicht kampflos hingeben. Im Moment laufen Diskussionen mit dem betroffenen Personal, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden, denn entschieden ist noch nichts. transfair wird dem Ende mit Schrecken für die Wagenführer nicht zustimmen, wenn dies nicht dem Willen der Fahrer entspricht. Bei einem Abbau werden wir dafür kämpfen, dass für die Betroffenen annehmbare Alternativen aufgezeigt und individuelle Lösungen gefunden werden.
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