transfair trifft sich mit der Verwaltungsratspräsidentin SBB

transfair trifft sich mit der Verwaltungsratspräsidentin SBB © transfair (v.l.n.r. Tanja Brülisauer, Geschäftsführerin transfair, Bruno Zeller, Leiter Branche Öffentlicher Verkehr, Stefan Müller-Altermatt, Präsident transfair, Monika Ribar, Verwaltungsratspräsidentin SBB und Markus Jordi, Leiter HR SBB)
25.10.2016

Am 24. Oktober 2016 haben wir uns mit Monika Ribar, der neuen Verwaltungsratspräsidentin SBB, zur Antrittsvisite getroffen und uns zu den wichtigsten sozialpartnerschaftlichen Themen ausgetauscht. Beim Gespräch ebenfalls anwesend war Markus Jordi, Leiter Human Resources SBB. In kritisch-konstruktiver Weise hat transfair seine Sichtweise zu «RailFit 20/30» und zur Pensionskassen-Entwicklung vorgebracht.

Für transfair ist wichtig, dass die Mitarbeitenden im Rahmen des Sparprogrammes «RailFit 20/30» frühzeitig mit einbezogen werden und sich für die Aufgaben in den zukunftsträchtigen Gebieten weiterentwickeln können. Wir fordern, dass der Umbau mit einer parallelen Neuausrichtung dem Abbau vorgezogen wird. Die SBB wie auch transfair sind sich einig, dass aufgrund möglicher Fluktuationen und Pensionierungen viel Bahnwissen verloren gehen kann. Diesen Umstand gilt es unbedingt zu verhindern. Unter anderem sind sich deshalb die Gesprächspartner einig, dass der zentrale Bereich Bildung der SBB eine gewichtige Rolle spielen wird. Falls Mitarbeitende vom Stellenabbau betroffen sein sollten, ist ein früher Einbezug der Sozialpartner unerlässlich. Ebenso wichtig ist der Reifegrad von Reorganisationsprojekten beim effektiven Start von Leitfadenverfahren gemäss GAV. Bezüglich den beabsichtigen Veränderungen in der Berufs-Invalidenversicherung sowie der Überwälzung von Beiträgen in der Risikoversicherung auf die Mitarbeitenden hat transfair mehr Fingerspitzengefühl verlangt.

Die Entwicklung der Pensionskasse bereitet transfair und der SBB Zahnschmerzen. Das Zinsumfeld ist tief, es stehen viele Pensionierungen an und auch die technischen Grundlagen der Pensionskasse sind aktuelle Rahmenbedingungen, welche die Pensionskasse unter Druck setzen. transfair appelliert an die ausgewogene Weiterentwicklung in den nächsten Jahren und hat Verwaltungsratspräsidentin Ribar die Branchenresolution zu den Pensionskassen, die an der Delegiertenversammlung transfair 2016 gefasst wurde, überreicht.

Weiter hat transfair die Unzufriedenheit der Mitarbeitenden im Industriewerk Bellinzona angesprochen. SBB versicherte uns, dass das Management auch weiterhin seine Aufmerksamkeit auf das Werk legen werde. Die Sozialpartnerschaft wird durch zunehmende Projekte in allen Divisionen auch arbeitsmässig immer mehr belastet. Hier gilt es, den Überblick auf beiden Seiten zu behalten und sich die Zeit zu nehmen, die Parteien einzubeziehen
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