transfair begrüsst den Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2035

transfair begrüsst den Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2035 © SBB CFF FFS
17.01.2018

Sowohl der Personen- als auch der Güterverkehr auf der Schiene nehmen stark zu. Damit stösst das Schweizer Bahnnetz bald wieder an seine Grenzen. transfair unterstützt die Entscheidung des Bundesrats, im Rahmen des Ausbauschritts 2035 rund 11,5 Milliarden Franken in die Bahninfrastruktur zu investieren, stellt jedoch einige zusätzliche Forderungen.

Der Ausbauschritt 2035 soll das Angebot auf stark überlasteten Strecken verbessern, Ausbauten bei öffentlichen und privaten Bahnen ermöglichen und Express-Verbindungen für den Güterverkehr realisieren. Der Bundesrat zieht die Variante 2035 der Variante 2030 vor. Letztere besteht aus der Investition von 7 Milliarden Franken in eine geringere Anzahl Projekte, womit aber nur ein Teil der absehbaren Engpässe beseitigt werden könnte. Der Ausbauschritt 2035 sieht ein Investitionsvolumen von 11,5 Milliarden und die Umsetzung von 200 Massnahmen vor. Dazu gehören beispielsweise der Bau des Brüttener-Tunnels zwischen Zürich und Winterthur oder die Modernisierung der bestehenden Strecke Neuenburg–La Chaux-de-Fonds.
 
transfair stellt gewichtige Forderungen
Generell ist transfair mit der Variante 2035 zufrieden. Der Personalverband hat jedoch zusätzliche Forderungen an das eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) gestellt:
  • Personenverkehr: der Bund soll Mittel für den Durchgangsbahnhof Luzern und für das Herzstück Basel vorsehen. transfair fordert eine Erhöhung der finanziellen Mittel für den Ausbauschritt 2035, um die Entwicklung dieses Netzes in der Zentralschweiz sicherzustellen und gesamtheitlich eine effiziente Bahninfrastruktur zu gewährleisten.
  • Güterverkehr: transfair besteht auf dem Teilausbau des Lötschbergtunnels, um die Qualität der Nord-Süd-Verbindung zu garantieren. Dieser Ausbau soll im geplanten Budget von 11,5 Milliarden Franken inbegriffen sein.
  • Arbeitsplätze: eines der vorrangigen Ziele der Planung und der Realisierung des Ausbauschritts 2035 soll die Schaffung von zahlreichen qualitativen Arbeitsplätzen im öffentlichen Verkehr sein. transfair weist mit Nachdruck darauf hin, dass es zu einem vernünftigen Gleichgewicht zwischen Leistungen Dritter (temporäre Mitarbeiter, Fremdleistungen) und Eigenleistungen der Transportunternehmen kommen soll. Der Einfluss des Projekts auf das Bahnpersonal soll ebenfalls kontinuierlich diskutiert und analysiert werden, damit die Mitarbeitenden von den positiven Auswirkungen des Projekts profitieren können.