Zufriedene Mitarbeitende sind der Schlüssel zum Erfolg!

Zufriedene Mitarbeitende sind der Schlüssel zum Erfolg! © SBB CFF FFS
17.06.2016

transfair ist auch im europäischen Verkehrskontext aktiv, hier die aktuelle Resolution der Interessengemeinschaft der christlich sozialen europäischen Verkehrsgewerkschaften (IeV). Nächstes Jahr findet der Kongress der IeV übrigens in der Schweiz statt.

Die Interessengemeinschaft der christlich sozialen europäischen Verkehrsgewerkschaften versammelte sich auf ihrem jährlichen Kongress in Luxemburg. 

Investitionen im Infrastruktur- und Frachtbereich: Die Weichen sind gestellt

Der europäische Güterverkehr über die Schiene war lange ein Stiefkind des Transportsektors. Als zu langsam, zu ineffizient und zu wenig wettbewerbsfähig wurde der gesamte Schienenverkehr abgekanzelt. Es galt den Warentransport über die Strasse mit allen Mitteln zu fördern. Das Resultat war absehbar: quer durch ganz Europa ist das Strassennetz mehr als überlastet. Schäden an der Strasseninfrastruktur enstehen durch Schwertransporte. Immer wieder kommt es zu tödlichen Verkehrsunfällen bei denen Lastwagen die Verursacher sind. Alsdann kam es zu einem Umdenken in der Politik, Umweltbelastung und Klimaschutz rückten wieder ins Bewusstsein. Nach und nach erlebt die Eisenbahn eine Renaissancezeit, auch im Güterverkehr.
 
In der Schweiz wurde mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels am 01. Juni 2016, mit einer Länge von 57 km, ein wichtiger Baustein gelegt, um den schienengebundenen Güterverkehr zu fördern. Nun ist es möglich auf der Strecke durch die Alpen einen Zeitgewinn von bis zu einer Stunde einzufahren. Und jede Tonne mehr auf dem Zug bedeutet eine Tonne weniger auf der Strasse, weniger Umweltbelastung, weniger Gefahr im Strassenverkehr.
 
Auch Luxemburg investiert massiv in den Güterverkehr. In Bettemburg entsteht derweil eine multimodale Plattform für den Warentransport. Man rechnet damit, dass in Zukunft bis zu 300 000 LkW-Auflieger jährlich über die so genannte “autoroute ferroviaire” mittels Zügen befördert werden. Durch den Ausbau des Container Terminals will man das Frachtvolumen verdoppeln. Der Tochtergesellschaft CFLcargo gelang es im zweiten Jahr in Folge schwarze Zahlen im Güterverkehr einzufahren.
 
In Österreich wird derzeit in drei grosse Tunnel-Projekte (Brenner-Basis; Koralm- und Semmering-Basistunnel) investiert, die in den Jahren 2023 - 2026 fertiggestellt werden.
 
Als Interessengemeinschaft der christlich sozialen europäischen Verkehrsgewerkschaften (IeV) begrüssen wir diese Entwicklung in der Güterbranche vollends. Wir sind überzeugt, dass die Branche der Logistik und des multimodalen Transports mehr als zukunftsträchtig ist und somit wertvolle Arbeitsplätze generieren wird. 

Die Kunden im Mittelpunkt

Österreich, Luxemburg und die Schweiz sehen sich derzeit mit neuen Geschäftsstrategien konfrontiert. Das Credo der Geschäftsleitungen ist einhellig: der Kunde steht im Mittelpunkt. Sicherheit ist Priorität, Qualität ist Trumpf. Der Kunde erwartet Pünktlichkeit und klare Informationen.
 
Im Bereich Information muss der Schwerpunkt auf einem Gesamtkonzept liegen: klare Prozeduren, sowie klare Verantwortungsbereiche in Störungsfällen sind der Garant für einen zuverlässigen Informationsfluss an die Kundschaft.
 
Als IeV sehen wir genau in diesem Bereich Handlungsbedarf. 

Zufriedene Mitarbeiter - der Schlüssel zum Erfolg

Qualität und Effizienz können nur durch gut geschultes und motiviertes Personal erbracht werden. Ein solides Basiswissen und eine kontinuierliche Weiterbildung über die gesamte Laufbahn müssen in den Verkehrsunternehmen stets gefordert und gefördert werden.
 
Insbesondere das Wohlbefinden der Mitarbeiter ist eine Voraussetzung, welche gepflegt werden muss seitens der Geschäftsleitung. Stressbewältigung muss ebenfalls seinen Platz in einer Unternehmenskultur finden. So vermeidet man das Phänomen der Demotivation, der inneren Kündigung.
 
Als IeV ist es uns daher ein Anliegen:
  • dass die Arbeits- und Lohnbedingungen unserer Kolleginnen und Kollegen fortlaufend verbessert werden;
  • dass eine vorausschauende Personal- und Einstellungspolitik vollzogen wird;
  • dass das betrieblichen Fachwissen konsequent übermittelt wird;
  • dass ein positives Arbeitsklima seitens der Betriebsräte und des Managements vorgelebt wird.