Unverständliche Haltung der SBB auf der Gotthard Bergstrecke

Unverständliche Haltung der SBB auf der Gotthard Bergstrecke © SBB
25.05.2016

Für die SBB ist klar: Mit dem Fahrplanwechsel per Dezember 2016 wird die Gotthard Bergstrecke nun nur noch mit Regionalzügen bedient. Die SBB informierten die Sozialpartner bereits letztes Jahr, dass die Bergstrecke nicht mehr unter Fernverkehr betrieben werde – mit den zu erwartenden negativen Konsequenzen auf den Stellenbestand des Zugpersonals im Tessin. transfair setzt sich für seine Mitglieder auch in diesem Bereich ein.

Auf dieses Ansinnen hin hatte transfair den Tessiner Staatsrat mit einem Brief aufgefordert, auf der Bergstrecke auch in Zukunft die Begleitung zu ermöglichen. Dies nicht nur aufgrund der Sicherheitsaspekte sowie der Informationsbedürfnisse der Fahrgäste, sondern um damit einen voreiligen und unüberlegten Stellenabbau beim Zugpersonal bei der SBB zu verhindern.
 
Im Antwortschreiben des Tessiner Staatsrates an transfair von Ende September 2015 heisst es klar, dass die SBB auf der Basis des aktuellen Betriebes (Fernverkehrsmodus, Zugbegleitung) die Finanzierung bis Ende 2017 übernehmen muss.
 
transfair fordert von der SBB, dass keine voreilige Anpassung in Sachen Zugbegleitung auf der Gotthard Bergstrecke vorgenommen wird. Wir erwarten, dass das Zugpersonal weiterhin die notwendige und sicher sinnvolle Begleitung der Reisenden sicherstellen wird. Es ist auch erlaubt, aus dieser touristisch attraktiven Bergstrecke etwas mehr zu machen, wie beispielsweise die BLS dies am Lötschberg bereits erfolgreich tut
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