Stellenabbau bei der BLS: Wir fordern einen Sozialplan!

Stellenabbau bei der BLS: Wir fordern einen Sozialplan! © Lukas Buchmeier
11.04.2013

BLS Cargo lässt jährlich etwa 6000 Güterzüge über die Gotthardstrecke rollen - gut 5000 davon für die DB Schenker Rail. Die BLS hat sich’s dabei bequem gemacht und hat verloren. Für die Zukunft ist der DB Schenker-Auftrag an die SBB Cargo gegangen. Aufseiten BLS gehen dadurch rund 80 Stellen verloren. Wir fordern einen Sozialplan!

Bereits als die Beteiligung von DB Schenker an der BLS im Jahr 2002 bekannt wurde, warnte transfair vor dem Klumpenrisiko. Denn Juniorpartner einer solchen Unternehmung zu sein, bedeutet Abhängigkeit. Nun ist eingetroffen, wovor transfair gewarnt hatte: Der Grossauftrag ist an die Konkurrenz gegangen, die BLS Cargo verliert viele Züge auf der Gotthardstrecke und kann die Mitarbeitenden nicht mehr beschäftigen.

Warum aber hat die BLS den Auftrag verloren? Es liegt nahe, dass die BLS ihre Hausaufgaben nicht gemacht hat. Der Vorwurf steht im Raum, dass sich die BLS auf den Lorbeeren ausgeruht habe. Währenddem die Konkurrenz, namentlich die SBB Cargo AG, ihre Struktur- und Produktionskosten gemeinsam mit den Sozialpartnern in Angriff genommen hat, hat sich bei der BLS offensichtlich nichts bewegt.

Nebst dem Stellenabbau durch das Projekt Gipfelsturm kommt nun der Verlust von rund 80 Stellen hinzu. Bislang hatte die BLS kein Gehör für unsere Forderung nach einem Sozialplan. transfair erachtet es als äusserst verwerflich, dass ein subventioniertes Unternehmen Restrukturierungen ohne Sozialplan durchführen will. Wir werden den Druck weiter erhöhen und vehement einen Sozialplan fordern.