Stabilisierung der Pensionskasse SBB geregelt

Stabilisierung der Pensionskasse SBB geregelt © SBB CFF FFS
16.04.2015

Die SBB und die Gewerkschaften haben sich über die Stabilisierung der Pensionskasse SBB geeinigt. Die vereinbarten Massnahmen werden allen aktiven Versicherten zugutekommen, insbesondere jenen, die vor der Pensionierung stehen. Sie bestehen einerseits aus einem Kapitaleinschuss der SBB, andererseits aus Beiträgen des Personals. Der transfair Branchenvorstand öffentlicher Verkehr hat der Vereinbarung an seiner letzten Sitzung zugestimmt.

Die SBB wird einen einmaligen Arbeitgeberbeitrag von 690 Millionen Franken in die Pensionskasse (PK SBB) einschiessen. Damit kann diese per Januar 2016 eine Gutschrift auf das individuelle Altersguthaben jedes und jeder Versicherten ausstellen. Das kommt insbesondere den Kollegen und Kolleginnen zugute, die kurz vor der Pensionierung stehen, und verhindert Rentenkürzungen aufgrund der Änderungen der technischen Grundlagen durch die PK SBB.
 
Beitrag der Mitarbeitenden
Wie bereits beim Lohnabschluss 2015 angekündigt, müssen auch die Mitarbeitenden ihren Beitrag zur Rentensicherung leisten: Nach 2015 und 2016 wird nun auch zwischen 2017 und 2020 auf generelle Lohnerhöhungen verzichtet, sofern die jährliche Teuerung nicht mehr als 1,2 Prozent beträgt. Die Vereinbarung sieht zudem vor, dass das Personal in den Jahren 2016 bis 2018 auf je einen Ferientag verzichtet. Weiter soll die SBB in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit den Gewerkschaften befristete Abweichungen von Bestimmungen des Gesamtarbeitsvertrags vereinbaren können; im Gegenzug baut sie keine Arbeitsplätze ab (Ventilklausel).
 
Was sagt transfair dazu?
Die Vereinbarung zwischen den Sozialpartnern ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Sicherung der Rentenhöhe von allen SBB-Mitarbeitenden. Hanspeter Hofer, der für transfair an den Verhandlungen teilgenommen hat,  erachtet das Resultat als zweckmässig: «Das Ziel, dass es zu keinen Rentenkürzungen kommt, ist erreicht worden. Das gibt Sicherheit für die Mitarbeitenden. Die Massnahmen sind schmerzhaft, der Verzicht auf allgemeine Lohnerhöhungen über mehrere Jahre ist ein substanzieller Anteil, den das Personal hier leistet.»
Die weiterführenden Massnahmen können nicht einseitig von der SBB angeordnet, sondern müssen jeweils mit den Gewerkschaften verhandelt werden. transfair wird nur Hand zu Massnahmen bieten, wenn die SBB diese nachweisbar begründen kann.

 
Einsatzbereiche
SBB, SBB Cargo International AG