SBB wird kreativ bei Arbeitsverträgen des Lokpersonals in Zweitausbildung

SBB wird kreativ bei Arbeitsverträgen des Lokpersonals in Zweitausbildung © SBB CFF FFS
15.02.2018

Die SBB wird kreativ in der Rechtsauslegung des GAV und definierte in Arbeitsverträgen und Arbeitsvertrags-Zusätzen des Lokpersonals in Zweitausbildung neu zwei Arbeitsorte. Die GAV-Bestimmungen lauten anders. transfair und die weiteren Sozialpartner wehren sich gegen diese nicht rechtskonforme Auslegung.

Wer eine Zweitausbildung im Bereich Zugförderung macht und erst kürzlich einen neuen Arbeitsvertrag oder einen Arbeitsvertrags-Zusatz erhalten hat, wird festgestellt haben, dass dort neu zwei Arbeitsorte (Praxisort und Theorieort) festgelegt wurden. Dies hat die SBB so definiert – und zwar ohne Konsultierung der Sozialpartner. Die rechtlichen Grundlagen sind im GAV so definiert, als dass nur ein Arbeitsort im Arbeitsvertrag festzuhalten ist.
 
SBB prüft die Gültigkeit
transfair und die weiteren Verbände halten am GAV fest und haben interveniert. Am 13. Februar 2018 haben sich die Sozialpartner mit der SBB getroffen, um die Thematik weiter zu besprechen. transfair und die weiter Verbände haben erreicht, dass die SBB diese neue Arbeitsvertragspraxis erneut einer Prüfung unterziehen und weitere Lösungsmöglichkeiten abklären muss. Die SBB wird ihre Sozialpartner über die Abklärungsergebnisse informieren.
 
transfair setzt sich dafür ein, dass diese einseitige Einführung dieser neuen Rechtsauslegung nicht umgesetzt wird. Gleichzeitig fordert der Personalverband einen Stillstand, bis die Thematik abschliessend geklärt ist. Allfällige Rückerstattungen bei auswärtiger Verpflegung oder Zeitgutschriften, sind ebenfalls zu klären.
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