SBB will «SOPRE» weiterführen

SBB will «SOPRE» weiterführen © Albachiaraa/fotolia
15.02.2018

An der Aussprache vom 12. Februar 2018 zwischen der Leitung Personenverkehr SBB und den Sozialpartnern (SEV, transfair und VSLF) sowie der Personalkommission wurde der Entscheid zur Weiterführung des neuen Ressourcenplanungssystems «SOPRE» beim Lokpersonal im Personenverkehr bekannt gegeben.

Die Bekanntgebung erfolgte nachdem die Sozialpartner zuerst eine Aussprache mit dem CEO, Andreas Meyer, verlangt hatten, der die heisse Kartoffel «SOPRE» seinem neuen Leiter Personenverkehr, Toni Häne, zuspielte. Trotz vieler Unzulänglichkeiten sei «SOPRE»“ Alternativen los, eine Rückkehr zu «PIPER»“ sei keine Option, weil der Aufwand zu gross wäre und dieses System sowieso abgelöst werden müsste – sagte Toni Häne.
 
Die SBB versicherte transfair, dass die Probleme bekannt sind und systematisch Lösungen gesucht und Verbesserungen implementiert werden. transfair ist davon ausgegangen, dass ein Fallback auf «PIPER» nach wie vor zur Debatte steht, was nun nicht mehr der Fall ist. Nun wird die am 1. November 2017 gestartete Umstellung mit massivem finanziellen und personellen Mitteleinsatz weitergezogen. transfair fragt sich, wie «SOPRE» spezifiziert wurde, da aktuell zu viele Aufgaben für die Mitarbeitenden in der Ressourcenplanung und für das Lokpersonal nur mit enormen Mehraufwendungen zu bewerkstelligen sind. Zudem muss eine Task-Force bis mindestens Ende April 2018 das Personal weiter unterstützen. Ob sich die SBB bewusst ist, dass der Betrieb nur dank dem unermüdlichen Einsatz der erfahrenen Mitarbeitenden noch aufrecht erhalten werden kann, stellt transfair in Frage.
 
SBB sichert Verbesserungen zu
Die Leitung Personenverkehr ist sich der instabilen Situation bewusst und die Task-Force ist bestrebt, laufende, stabilisierende Verbesserungsschritte zu implementieren. Priorität habe aber, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Für transfair ist wichtig, dass sämtliche Verbesserungseingaben der Verbände und der PeKo ernst genommen und ebenfalls abgearbeitet werden. Über den Fortschritt erwarten die Sozialpartner regelmässige Informationen. Die entstandenen und laufend dazukommenden zeitlichen Mehraufwendungen des Personals sollen abgegolten werden. Entsprechende Zeitgutschriften werden mit der PeKo Zugförderung bis April 2018 vorbereitet. transfair behält sich vor, weitere Fragen auf dem politischen Weg zu stellen.
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