SBB: Stellenausdünnung bei Infrastruktur Betrieb

SBB: Stellenausdünnung bei Infrastruktur Betrieb © SBB CFF FFS
30.09.2016

transfair wurde an mehreren Sitzungen über die nun offensichtlich unter «RailFit 20/30» laufende erste Tranche an Stellenreduktionen in der Intervention/Ereignismanagement (EM) sowie in der Verkehrsleitung informiert (vorerst 120 Stellen, «RailFit» geht jedoch von 250 abgebauten Stellen in diesen Bereichen bis 2020 aus). Bis das Projekt der Intervention einen vernünftigen Reifegrad erreichte, damit die Sozialpartner über eine Konsultation befinden konnten, war sogar ein Spitzengespräch mit der Leitung Infrastruktur nötig. Die Mitarbeitenden der vom Abbau betroffenen Bereiche wurden diese Woche informiert, nachdem die Sozialpartner schriftliche Antworten auf die gestellten Fragen erhalten hatten. Es bleiben aber weiterhin Fragen offen.

Intervention/Ereignismangement
Die SBB will im EM 50 Stellen per 1. März 2017 abbauen. Die verbleibenden rund 70 Stellen werden zentralisiert und an den Standorten der Betriebswehren konzentriert. Die Mitarbeitenden haben sich auf diese Stellen zu bewerben. Konsequenzen wie längere Arbeitswege sowie die Übernahme des 24h-Schichtmodells sind absehbar. Den Stellenabbau will man durch «natürliche Fluktuationen» abmildern, auch mit Frühpensionierungen. transfair warnt vor nicht durchdachten Pensionierungen. Wer ab März 2017 für die kleineren Ereignisse aufkommt, ist noch nicht geklärt.

Zugverkehrsleitung
In den vier Betriebszentralen gehen 70 Stellen bis Juni 2017 verloren. Durch eine Erhöhung der Grundbelastung der Zugverkehrsleiter (ZVL) soll diese Produktivitätssteigerung erreicht werden. Im gleichen Zug ändern sich Parameter der Laufbahnen und Rollen: Aufstiege sind weniger planbar und nicht mehr garantiert, bestehenden ZVL «Senior» sowie Teilzeit-ZVL droht möglicherweise die Herabstufung ihres Lohnes. transfair erwartet steigenden Druck auf die Mitarbeitenden, was sich vielschichtig negativ auswirken könnte.

Unter diesen Umständen ist ein weiteres Treffen der Sozialpartner mit der Leitung Infrastruktur nötig und für den 11. Oktober 2016 geplant. transfair fordert mehr Augenmass!