Resultate der Lohnverhandlungen fürs 2017

Resultate der Lohnverhandlungen fürs 2017 © transfair
19.12.2016

Insgesamt sind die Lohnergebnisse besser als die letztjährigen aber weitaus nicht überall zufriedenstellend für transfair. Bescheidene individuelle Lohnmassnahmen oder Einmalzahlungen werden von den Spar- und Abbauprogrammen unserer grössten Sozialpartner überschattet.

Bei SBB und den weiteren konzessionierten Transportunternehmen in der Schweiz setzt sich der momentane Trend zu individuellen Lohnerhöhungen weiterhin fort. transfair konnte in den Lohngesprächen mit den Bahnen vereinbaren, dass zwischen 0,5 und 1,2 Prozent der jeweiligen Lohnsummen für Lohnerhöhungen aufgewendet werden. Von individuellen Lohnerhöhungen profitieren die Mitarbeitenden im Lohnaufstieg gemäss Gesamtarbeitsverträge oder gemäss mehrjährigen Vereinbarungen. Selten werden die individuellen Lohnerhöhungen mit weiteren Massnahmen wie zum Beispiel Prämien ergänzt – so etwa bei der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV). Ganz selten, aber nicht unmöglich, sind generelle Lohnerhöhungen, wie das Beispiel der Chemins de fer du Jura zeigt (0,35 Prozent generell).

transfair würdigt, dass die Unternehmen die im Rahmen von Gesamtarbeitsverträgen, Lohnsystemen oder Vereinbarungen notwendigen individuellen Lohnerhöhungen grösstenteils vornehmen. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass die Ersparnisse der Unternehmen aus Fluktuationen (Mutationsgewinne aus Pensionierungen, Personalabbau oder Personalersatz) zu wenig für die Lohnmassnahmen der Mitarbeitenden verwendet werden. Dasselbe gilt für Produktivitäts- und Effizienzgewinne, die leider oft im Dunkeln bleiben. Sowohl die Mutationsgewinne wie auch die Produktivitäts- und Effizienzgewinne sind in Zeiten der anhaltenden negativen Jahresteuerung noch bewusster für generelle Lohnmassnahmen zu nutzen!