Fokussierung der betrieblichen Mitwirkung bei der SBB

Fokussierung der betrieblichen Mitwirkung bei der SBB © SBB CFF FFS
16.06.2017

transfair hat in engagierten Verhandlungen mit der SBB neue Bedingungen für die Mitglieder der Personalkommissionen ausgehandelt; weiter konnte die Anzahl Sitze im Vergleich zum ersten Verhandlungsresultat erhöht werden.

An seiner letzten Sitzung vom 9. Juni 2017 hat der Branchenvorstand Öffentlicher Verkehr von transfair die künftige Ausgestaltung der betrieblichen Mitwirkung bei der SBB gutgeheissen; dies nachdem er im letzten Herbst dem Verhandlungsergebnis zwischen den Sozialpartnern und der SBB nicht in allen Teilen zugestimmt hatte.
 
Personalkommissionen mit mehr Eigenverantwortung
Basierend auf der gemeinsamen Überzeugung, dass eine starke betriebliche Mitwirkung die Mitarbeitendenzufriedenheit und damit den Unternehmenserfolg fördert, wird diese im Hinblick auf die kommenden Herausforderungen der SBB neu ausgerichtet. Die Arbeit der Personalkommissionen (PeKo-Arbeit) fokussiert sich klarer auf definierte Mitwirkungsthemen. Die Strukturen orientieren sich an der Organisation und Arbeitsweise der SBB. Dies trägt dazu bei, dass die PeKo als kompetente Mitarbeitendenvertretung wahrgenommen, bei der Linie anerkannt wird und einen Beitrag zum Erfolg der SBB leistet. Die Anzahl Sitze der PeKo, besonders in der Division und Fläche des Personenverkehrs konnten noch leicht erhöht, die PeKo-Arbeitszeit klarer definiert und eine Regelung zum Ausgleich der PeKo-Arbeitszeit unter den einzelnen Kommissionen getroffen werden. Jedem PeKo-Sitz werden 23 Tage pro Kalenderjahr als Grundkontingent zugeteilt.
 
Die Entschädigung für die PeKo-Arbeit ist zudem wie folgt für alle Stufen einheitlich geregelt worden: Präsidenten/Präsidentinnen erhalten pauschal pro Jahr CHF 3‘600, Vize-Präsidenten/Präsidentinnen und Sekretäre/Sekretärinnen CHF 2‘400, Mitglieder CHF 1‘800. Dies bedeutet für das Gros eine Erhöhung gegenüber der heutigen Regelung. Für die Aus- und Weiterbildung der PeKo-Mitglieder stehen pro Jahr bis zwei Tage, für neue Mitglieder kommt jeweils ein Tag für die Einführung dazu. Die Aus- und Weiterbildungstage gelten als normale Arbeitszeit. Die Umsetzung erfolgt mit Inkrafttreten des neuen GAV SBB.
 
Weitere Informationen erhalten Sie von Bruno Zeller, Branchenleiter Öffentlicher Vekehr.