Dank transfair im Austausch mit dem CEO

Dank transfair im Austausch mit dem CEO Peter Eisenbart und Andreas Meyer im Austausch. © Peter Eisenbart
27.06.2016

Peter Eisenbart ist ein langjähriges Mitglied von transfair. Am «CEO-Z’Nüni» hatte er die Gelegenheit, sich mit Andreas Meyer über seine aktuelle Arbeitssituation zu unterhalten. Daraufhin besuchte Andreas Meyer den Rangierbahnhof Limmattal (RBL).

Peter, du bist seit 1988 Mitglied bei transfair und hast dich seit jeher für transfair engagiert. Wie sieht dieses Engagement aus?
Ich habe mich immer stark in den verschiedenen Sektionen engagiert und war viele Jahre im Vorstand diverser Sektionen tätig. Als Vertreter von Cargo in unserer Sektion kümmere ich mich darum, dass unsere Anliegen an den richtigen Orten Gehör finden.
 
Dein Beruf ist sehr spannend und abwechslungsreich. Du trägst aber auch grosse Verantwortung. Kannst du unseren Leserinnen und Lesern näher bringen, wie dein Berufsalltag aussieht?
Ich arbeite bei SBB Cargo als RCP Spezialist und Lokführer, fahre alle Rangierloks auf den Bahnhöfen und auf der Strecke und mache via Funkfernsteuerung Manöver. Obwohl mir der Inhalt meiner Arbeit sehr zusagt, mache ich mir Sorgen über die Entwicklungen in meinem Arbeitsumfeld. Was vor einigen Jahren noch verschiedene Personen erledigt haben, lastet heute auf den Schultern eines Einzelnen. Wir sind am Limit unserer Leistungsfähigkeit, denn die psychische Belastung sowie das Arbeitsvolumen sind für eine Person nicht mehr tragbar.
 
Du schreibst von einer angespannten Situation in deinem Berufsumfeld. Wie ist es dazu gekommen, dass du dich mit Andreas Meyer persönlich darüber unterhalten konntest?
Am transfair Branchenkongress des öffentlichen Verkehrs im Oktober 2015 habe ich die Gelegenheit am Schopf gepackt und Andreas Meyer auf die angespannte Lage im RBL angesprochen. Da die Zeit für einen ausführlichen Austausch zu knapp war, erfolgte wenig später die Einladung zum «CEO-Z’Nüni», an dem sich einmal monatlich neun Mitarbeitende mit Andreas Meyer unterhalten können.
 
Und wie kam es dann zum Besuch im Rangierbahnhof Limmattal?
Wir haben uns an diesem Z‘Nüni vor allem über die hohe Arbeitsbelastung unterhalten. Erstaunt und betroffen über meine Aussagen, wollte sich Andreas Meyer selbst ein Bild von der Situation machen. So kam es am 3. Mai zum Besuch von Nicolas Perrin, Verantwortlicher SBB Cargo, und Andreas Meyer. Hauptthemen waren die hohe Arbeitsbelastung sowie die erschwerenden Vorschriften, die den herausfordernden Arbeitsalltag zu einer noch grösseren Herausforderung machen.
 
Wie hast du das Gespräch und das Treffen empfunden und was erwartest du für die Zukunft?
Andreas Meyer nahm meine Anliegen sehr ernst und auch der persönliche Austausch war ihm wichtig. Mich hat sehr gefreut, dass er mir und meinen Arbeitskollegen ein offenes Ohr schenkte und wir unsere Bedenken an höchster Stelle einbringen konnten. Auch das Gespräch im RBL war sehr positiv.
 
Ich erhoffe mir nun, dass die Arbeitssituation entschärft wird. Das Zurückkehren zu einer klareren Aufgabentrennung wäre ein erster wichtiger Schritt. Denn die Situation wird immer angespannter. Wichtig ist vor allem, dass die Belastung pro Person spürbar weniger wird. Nur so kann die Arbeitssicherheit auch weiterhin gewährleistet werden.
 
Und zum Schluss möchten wir von dir wissen, weshalb dich transfair – auch heute nach knapp 30 Jahren Mitgliedschaft – noch überzeugt.
transfair passt zu mir. Auch ich bin der Meinung, dass wir mit konstruktiven Gesprächen mehr erreichen können, als mit einseitigen Forderungen. Um ein Resultat zu erzielen, das alle zufrieden stellt, muss man auf sein Gegenüber eingehen und die Anliegen anderer verstehen können. transfair verfolgt bei den Verhandlungen denselben Grundsatz und hat Erfolg damit.
Einsatzbereiche
SBB Cargo AG