Branchenkongress 2016 – der öffentliche Verkehr der Zukunft

Branchenkongress 2016 – der öffentliche Verkehr der Zukunft © transfair (v.l.n.r. Michel Kunz, Leiter Anlagen und Technologie bei Infrastruktur SBB, Fernando Lehner, CEO Matterhorn Gotthard Bahn MGB, Daniel Landolf, CEO PostAuto Schweiz AG, Myriam Holzner, Moderation, Barbara Petrini, Senior Projektverantwortliche Zentrum für Berufsentwicklung, Stefan Müller-Altermatt, Präsident, Bruno Zeller, Branchenleiter)
07.11.2016

Am 2. November 2016 fand der jährliche Branchenkongress Öffentlicher Verkehr von transfair statt. Ganz zentral war dabei das Thema industrielle Revolution 4.0 und die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Berufe im öffentlichen Verkehr. Für transfair muss dabei auch in Zukunft der Mensch im Zentrum stehen. Digitalisierung geht nur im Gleichschritt mit Personalentwicklung!

Junge Mitglieder wirken mit
Der Branchenvorstand hat sich erweitert. Adrien Haas von Transports Publics Fribourgeois als Vertreter der Konzessionierten Transportunternehmungen West und Bruno Schäppi vom bedienten Verkauf SBB als Stimme der Jugend werden mit ihrer engagierten und innovativen Art frischen Wind in den Branchenvorstand bringen. Sie beide wurden einstimmig gewählt. Der noch offene Sitz «SBB-Verkehrsmanagement» wird später besetzt.
 
Der Mitarbeitende im Zentrum der Digitalisierung
Der Programmleiter Digitalisierung SBB hat den Anwesenden mit seinem Referat Einblick in die «Digitalisierungswerkstatt der SBB» gewährt und auf die bevorstehende Podiumsdiskussion eingestimmt. Fachkompetente Gäste aus dem Bereich Öffentlicher Verkehr und Berufsentwicklung und –bildung sind der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen die Digitalisierung und Automation auf die Arbeitswelt und die einzelnen Berufe der Mitarbeitenden im öffentlichen Verkehr haben.
 
Die Reise in eine digitalere Welt betrifft alle – Kunden, Mitarbeitende, Unternehmen, Wirtschaft und Politik. Zentral wird deshalb sein, wie man als Arbeitnehmende und Unternehmen mit den Entwicklungen umgeht. Alle Podiumsgäste waren sich einig, dass für das Gelingen der Transformation zu neuem Wissen, frühzeitige Information und Weiterbildung das A und O sind. Das «lebenslange» Lernen ist eine Herausforderung, welcher sich Arbeitnehmende und Arbeitgebende gleichermassen annehmen müssen. Nur gemeinsam können wir die Aufgaben der Zukunft meistern.
 
Klare Forderungen von transfair
transfair hat an seinem Branchenkongress einstimmig eine Resolution mit klaren Forderungen für die Zukunft genehmigt. Damit im Zuge der Digitalisierung nicht einfach tausende von Arbeitsplätzen durch «intelligente technische Lösungen» verloren gehen, verlangt transfair von seinen Sozialpartnern, dass die Digitalisierung im Gleichschritt mit der Personalentwicklung erfolgen muss. Bei der nötigen Umgestaltung von Berufsbildern muss die Sicht der Mitarbeitenden direkt oder im Rahmen der betrieblichen Mitwirkung immer miteinbezogen werden.
 
Branchenleiter Bruno Zeller findet deutliche  Worte: «Damit die Herausforderung der industriellen Revolution 4.0 gemeistert und die Arbeitsmarktfähigkeit aller Altersgruppen gefördert werden können, sind frühzeitige Information und Weiterbildung ein absolutes Muss.»