«Marktpräsenz SBB» mit immer weniger Präsenz!

«Marktpräsenz SBB» mit immer weniger Präsenz! © SBB CFF FFS
11.06.2018

Mit ihrem Vorgehen kündigen die SBB jeweils jährlich und tranchenweise die Schliessung von Bahnschaltern und somit den Rückzug aus der Fläche an. transfair kann das intransparente Vorgehen der SBB nicht nachvollziehen.

Die Umwandlungstranche 2019 beinhaltet weitere Schliessungen von bediente in selbstbediente Verkaufsstellen der SBB. transfair stört sich daran, dass die SBB die betroffenen Bahnhöfe unter Verschluss halten. Dies erschwert oder verunmöglicht eine seriöse Beurteilung der Lage im Sinne eines transparenten Konsultationsverfahrens.  Es ist nicht nachvollziehbar, welche Konsequenzen für die Verkaufsmitarbeitenden durch den Wegfall von Arbeitstouren an welchen Stellen genau entstehen. transfair fragt sich zudem, ob mögliche neue Geschäftsfelder des Mobilitätsmarktes zum Erhalt der Verkaufsstellen und des Personals auch einbezogen werden.
 
transfair verlangt von den SBB seit geraumer Zeit einerseits eine Gesamtsicht über den geplanten Abbau der Bahnschalter und andererseits  die Berücksichtigung von erweiterten, nicht nur finanziellen Kriterien, wie beispielsweise die Sicherstellung des Zugangs zum öffentlichen Verkehr für weniger digital affine Personen oder die Klärung möglicher Zusammenarbeitspotentialen vor Ort. Diese Kriterien müssen die lokalen Anspruchsgruppen frühzeitig einbeziehen und dem Service Public-Auftrag Rechnung tragen. Politisch wird die Frage nach einer Gesamtsicht und nach zusätzlichen Kriterien im Parlament zu beantworten sein. Thomas Ammann, Vizepräsident von transfair und Nationalrat, hat dazu das Postulat «Den Abbau des Service public durch Schliessungen von Bahnschaltern transparent machen» eingereicht. Es wird vermutlich in der Herbstsession 2018 traktandiert.

> Bericht in der Zentralschweiz am Sonntag zum Thema.
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