Vorruhestandslösung: Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach

Vorruhestandslösung: Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach © Das Schweizerische Parlament
21.02.2013

Der Bundesrat hat eine neue Pensionierungslösung für die Mitarbeitenden der besonderen Personalkategorien der Bundesverwaltung beschlossen. Damit anerkennt er, dass es für bestimmte Funktionen in der Bundesverwaltung weiterhin eine Sonderlösung braucht.

Aufgrund des bürgerlichen Spardrucks kam die bisherige Vorruhestandslösung im Jahr 2009 stark unter Druck. Lange Zeit stand die Streichung des ganzen Vorruhestandes im Raum. transfair wiedersetzte sich dem mit Vehemenz und im November 2011 entschied der Bundesrat, die bestehende Lösung überarbeiten zu lassen. Dadurch war das Worst-Case-Szenario, die komplette Streichung, abgewendet. Im vergangenen Jahr wurde in Arbeitsgruppen aus Vertretenden des EFD; VBS, EDA und der Personalverbände in intensiven Diskussionen eine Kompromisslösung erarbeitet: Die sogenannte Versicherungslösung, welche am 1.7.2013 in Kraft tritt. Gestern nun wurde diese vom Gesamtbundesrat genehmigt. Alle betroffenen Personalkategorien wurden vom EPA in einem detaillierten Schreiben über die Eckwerte des Pensionierungsmodells informiert (das Schreiben finden Sie hier). Für transfair geht damit eine wichtige Etappe zu Ende. Zweifelsfrei, es mussten Kompromisse gemacht werden - doch die Sozialpartnerschaft hat sich gerade in diesem wichtigen Geschäft einmal mehr bewährt. Und die Versicherungslösung wird aufgrund des neuen Finanzierungsmodells auch in Zukunft bürgerlicher Kritik standhalten können!