Vertagter Entscheid bei der PUBLICA, Lohnmassnahmen bei ETH und Bund

Vertagter Entscheid bei der PUBLICA, Lohnmassnahmen bei ETH und Bund © transfair
21.12.2017

Mit dem Ende der Parlamentsdebatte für das Budget 2018 konnten auch die Lohnverhandlungen für die Bundesverwaltung und den ETH-Bereich abgeschlossen werden. Zudem hat auch die Kassenkommission der PUBLICA auf die Entscheide des Parlaments reagiert und den Entscheid zur Senkung der technischen Grundlagen verschoben.

Die Kassenkommission der PUBLICA hat an ihrer Sitzung vom 15. Dezember 2017 beschlossen, den Entscheid zur Senkung der technischen Parameter zu vertagen. Dies nachdem das Parlament einen Arbeitgeberbeitrag zur Abfederung der vorgesehenen Massnahmen verweigert hatte (Newsletter vom 6. Dezember 2017). Mit der Verschiebung des Entscheides auf 2018 sollen nun zusätzliche Varianten geprüft werden.
 
Richtiger Entscheid der Kassenkommission PUBLICA
transfair begrüsst den Entscheid der Kassenkommission ausdrücklich. Die berufliche Vorsorge wird gemeinsam von Arbeitgeber und Arbeitnehmenden finanziert und geführt. Dass sich der Arbeitgeber aus Abfederungsmassnahmen raushalten will, ist daher für transfair nicht akzeptabel. Es darf nicht sein, dass die Kosten der Senkung unerlässlich nur von den Arbeitnehmenden getragen werden soll. transfair wird deshalb auch weiterhin für einen Arbeitgeberbeitrag kämpfen. Erste Resultate hierzu soll es bereits im Verlauf vom Januar 2018 geben.
 
ETH-Bereich mit Teuerungsausgleich
Nachdem das Parlament Klarheit geschaffen hatte über das Budget 2018 für den ETH-Bereich, konnten auch die Lohnverhandlungen mit dem ETH-Rat abgeschlossen werden. Das Resultat ist den Umständen entsprechend erfreulich. So konnte für 2018 ein von transfair geforderte Teuerungsausgleich von 0,6 Prozent ausgehandelt werden. Daneben stehen für die individuellen Lohnmassnahmen 1,2 Prozent zur Verfügung. Der ETH-Rat hat dieses Verhandlungsergebnis am 14. Dezember 2017 akzeptiert.
 
Bundesrat segnet Lohnmassnahmen ab
Nachdem das Parlament in der Budgetdebatte bereits finanzielle Mittel für einen Teuerungsausgleich eingestellt hatte, hat nun am 20. Dezember 2017 der Bundesrat den Schritt nun auch formell vollzogen und den von transfair geforderten Teuerungsausgleich von 0,6 Prozent bestätigt. Damit werden die Löhne der Mitarbeitenden des Bundes nach zwei Jahren ohne generelle Lohnmassnahmen endlich wieder angepasst. Der Einsatz von transfair im Parlament hat sich ausbezahlt.
 
Daneben werden die Löhne weiterhin auch individuell entsprechend der Leistungsbeurteilung angehoben. Wichtig dabei ist, dass die vom Bundesrat beschlossene Anpassung der Lohnentwicklung gemäss Artikel 39 BPV erst auf den 1. Januar 2018 in Kraft tritt und somit erst für die Lohnerhöhungen im nächsten Jahr massgeben ist. Die individuellen Lohnerhöhungen für 2018 richten sich noch nach den noch bis Ende 2017 geltenden tieferen Ansätzen.
Einsatzbereiche
Bundesverwaltung, ETH, PUBLICA