Stellenabbau beim BIT: transfair ist schockiert

Stellenabbau beim BIT: transfair ist schockiert © transfair
15.03.2017

Nun ist klar, was Bundesrat Ueli Maurer unter «möglicherweise einige Kündigungen» versteht: Beim BIT werden mehr als 60 Mitarbeitende ihren Arbeitsplatz verlieren. transfair ist schockiert über die Auswirkungen dieser angeblich verschmerzbaren Budgetkürzung durch das Parlament. Nun ist das BIT gefordert:

Bereits während der Budgetdebatte hatte transfair darauf hingewiesen, dass solche unverhältnismässigen und kurzfristig angesetzten Kürzungen nicht ohne Kündigungen umsetzbar sein werden. Dass es nun im BIT zu einem Abbau kommt, kann daher nicht überraschen. Dass der Abbau aber so massiv ausfällt, schockiert uns.

Politik spielt mit Existenzgrundlage der Mitarbeitenden
«Diese Politik der verbrannten Erde muss ein Ende haben» fordert Matthias Humbel, Leiter Branche Öffentliche Verwaltung von transfair. Es darf nicht sein, dass das Parlament mit ideologisch motivierten Kürzungen und ohne gleichzeitigen Aufgabenverzicht fahrlässig mit der Existenzgrundlage der Mitarbeitenden der Bundesverwaltung spielt.

Einsparungen sind fraglich
Inwiefern damit überhaupt Einsparungen erzielt werden können, ist zudem mehr als fraglich. Gerade mit der Internalisierung von Aufgaben konnte die Bundesverwaltung in den letzten Jahren Einsparungen erzielen – alleine die im Voranschlag 2017 vorgesehenen Internalisierungen führen zu einer Einsparung von rund einer Million Franken. In der einzig auf den Personalkredit fokussierten Betrachtungsweise des Parlaments spielen solche Fakten offenbar keine Rolle.

Nun ist das BIT gefordert
transfair wird die betroffenen Mitarbeitenden unterstützen und stellt klare Forderungen an das BIT. Es muss das Ziel des Arbeitgebers sein, für möglichst viele der Betroffenen interne Lösungen finden zu können. Die Mitarbeitenden müssen dementsprechend gefördert und weitergebildet werden. Zudem erwartet transfair, dass die gesetzlichen Bestimmungen und der Sozialplan korrekt angewendet und auf möglichst soziale Art und Weise umgesetzt werden. transfair wird zu diesem Zweck weiterhin im Dialog mit dem BIT bleiben.