Stabilisierungsprogramm schiesst gegen Personalbestand

Stabilisierungsprogramm schiesst gegen Personalbestand ©transfair
01.12.2015

Die Vernehmlassung zum Stabilisierungsprogramm 2017-2019 des Bundes ist seit letzter Woche eröffnet. Über 60 Millionen Franken will der Bundesrat jährlich zusätzlich beim Personal einsparen. transfair wird sich aktiv an der Vernehmlassung, die bis zum 18. März 2016 dauert, beteiligen. Neben der Vermeidung von Entlassungen wird es für transfair auch um die Verteidigung der Überbrückungsrente gehen.

 
Mit der Ende letzte Woche veröffentlichten Vernehmlassung zum Stabilisierungsprogramm 2017 – 2019 zeigt der Bundesrat auf, wie er eine Milliarde Franken einsparen will. Betroffen ist dabei auch das Personal. 500 bis 700 Stellen fallen in den nächsten Jahren dem Rotstift zum Opfer, über 60 Millionen Franken sollen so eingespart werden.

Zentrale Aspekte
Als starker Partner der Arbeitnehmenden wird transfair dafür sorgen, dass die Stimme der Mitarbeitenden in der Vernehmlassung Gehör findet. Um das Stabilisierungsprogramms so sozialverträglich wie möglich umsetzen zu können, sind für transfair zwei Aspekte absolut zentral:
  • Das Bundespersonal hat bereits einen grossen Sparbeitrag geleistet, weshalb Entlassungen zu vermeiden sind. Die übrigen Sparmassnahmen sind mit Augenmass umzusetzen.
  • Wo Sparmassnahmen umgesetzt werden, müssen auch Leistungen abgebaut werden. Der Druck auf die Mitarbeitenden darf aufgrund höherer Arbeitsbelastung infolge Mehrarbeit nicht steigen.
Zudem wird sich transfair dezidiert für den Erhalt der Überbrückungsrente einsetzen.

transfair wehrt sich gegen weitere Sparmassnahmen

Bereits vor dem Stabilisierungsprogramm hatte der Bundesrat Sparmassnahmen beim Personal im Umfang von über 132 Millionen Franken beschlossen. Daneben stehen noch verschiedene Motionen und Anträge aus dem Parlament im Raum, um zusätzlich nochmals beim Personal zu sparen. Darum hat transfair Präsident Stefan Müller-Altermatt an seine Kolleginnen und Kollegen von National- und Ständerat ein Schreiben geschickt. Der Brief fordert dazu auf, dem Sparen auf dem Rücken der Mitarbeitenden ein Ende zu setzen – ein für alle Mal!
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