Resultate der Lohnverhandlungen fürs 2017

Resultate der Lohnverhandlungen fürs 2017 © transfair
19.12.2016

Insgesamt sind die Lohnergebnisse besser als die letztjährigen aber weitaus nicht überall zufriedenstellend für transfair. Bescheidene individuelle Lohnmassnahmen oder Einmalzahlungen werden von den Spar- und Abbauprogrammen unserer grössten Sozialpartner überschattet.

Die Mitarbeitenden der Bundesverwaltung müssen die zweite Nullrunde in Folge hinnehmen trotz prognostiziertem Milliardengewinn für 2016. Dieses Jahr wird der Bundeshaushalt aller Voraussicht nach um 2,7 Milliarden Franken besser abschliessen als budgetiert. Kumuliert erwirtschaftete der Bund seit 2007 unglaubliche 26,7 Milliarden Franken mehr als zuvor budgetiert. Trotzdem sieht sich der Bundesrat nicht in der Lage, den rund 37‘000 Mitarbeitenden der Bundesverwaltung ein Zeichen der Wertschätzung zu geben - nicht einmal in Form von Einmalzahlungen. Eine solche Haltung ist für transfair unverständlich und zeugt von wenig Sensibilität und Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden. Darüber hinaus tobt im Parlament die Sparwut und entlädt sich auf das Personal mit unbegründeten Kürzungsanträgen und einer seltenen Kurzsichtigkeit.

Dass es auch anders geht, sieht man an den Resultaten von Swissmedic, PUBLICA und METAS, welche individuelle Massnahmen nach wie vor im Rahmen der Vorjahre gewähren.

Im ETH-Bereich stehen 1,2 Prozent der Lohnmasse für individuelle Lohnerhöhungen zur Verfügung und der Arbeitgeber leistet zusätzliche Beiträge an das Vorsorgewerk. Enttäuschend ist aber wiederum, dass der Lohnanstieg für Doktoranden und Postdocs an der ETH Lausanne nicht wieder auf das ursprüngliche Niveau von 2015 angehoben wurde. Die Kürzung der Pauschallöhne, die der wissenschaftliche Nachwuchs bereits dieses Jahr erfahren musste, ist schmerzhaft. transfair will, dass dies nachkorrigiert wird.