Nach wie vor Verbesserungspotential!

Nach wie vor Verbesserungspotential! © Parlamentsdienste 3003 Bern
27.01.2016

An seiner heutigen Sitzung hat der Bundesrat Kenntnis genommen von den Resultaten der Personalbefragung 2015. Neben kritischen Resultaten im Bereich der beruflichen Perspektiven und der obersten Führung sticht für transfair vor allem ein Resultat negativ hervor: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Bereits die Personalbefragung 2014 wies auf die Problematik hin, dass die Bundesverwaltung zwar verschiedene Möglichkeiten zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie bietet, diese aber von den Mitarbeitenden der Verwaltung nicht im gewünschten Umfang genutzt werden können. Hier besteht deutlicher Handlungsbedarf. Es darf nicht sein, dass die Mitarbeitenden die bestehenden Möglichkeiten zur Vereinbarkeit ihres Berufs und ihrer Familie nicht ausschöpfen können.
transfair wiederholt deshalb seine letztjährigen Forderungen:
  • Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie darf nicht nur auf dem Papier existieren, sie muss auch effektiv gelebt werden – von allen Akteuren! Das Committment dazu darf nicht bereits beim Vorgesetzten enden.
  • Der Zugang zu den heute bestehenden Angeboten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss allen Mitarbeitenden offen stehen. Die Arbeitgeberin ist in der Pflicht, dies so weit als möglich sicherzustellen.
Fraglich ist, wie sich die im vergangenen Jahr beschlossenen Sparmassnahmen – keine generellen Lohnmassnahmen, Anpassungen bei den Anstellungsbedingungen sowie zusätzliche Sparmassnamen im Rahmen des Stabilisierungsprogrammes 2017 – 2019 – auf die Mitarbeitenden auswirken werden. Der Rückgang bei der Beurteilung der beruflichen Perspektiven ist ein erstes Signal, dass diese Sparmassnahmen nicht spurlos an den Mitarbeitenden vorbei gehen werden.